Bookholzberg - Dreiviertel des Spiels waren die A-Junioren der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg tonangebend und lagen ständig in Führung. Erst als die eigentlich gut leitenden Schiedsrichter in der verbleibenden Zeit mit einigen völlig unverständlichen Entscheidungen gegen die Gastgeber in das Spiel eingriffen, kippte die letzte Bundesliga-Saisonbegegnung gegen den 1. VfL Potsdam. So nahmen die Gäste am Ende beim 25:23 (13:15)-Erfolg doch noch beide Zähler mit.

„Meine Jungs haben super gefightet, weshalb die Niederlage am Ende doch etwas ärgerlich war. Wir hätten vor unserem tollen Publikum, das uns erneut hervorragend unterstützte, gerne noch zwei weitere Punkte geholt. Trotzdem war auch die letzte Begegnung in der Bundesliga wieder ein Erlebnis, das wir in der kommenden Saison gerne wiederholen würden“, war Trainer Stefan Buß mit seiner Mannschaft zufrieden.

Sein Team hatte es trotz der Fehlentscheidungen selbst in der Hand. Es gab in diesen letzten 15 Minuten aber einige unnötige Würfe, die der Potsdamer Keeper Jan Jochens bravourös parierte und so seinem Team in dieser wichtigen Phase bis zum Schluss entscheidend den Rücken stärkte. Eigentlich hatte die HSG ihren Gegner von Beginn an sicher im Griff, die Deckung stellte sich gut auf den wurfstarken gegnerischen Rückraum ein, zeigte sich schnell auf den Beinen und ließ mit bissigen Aktionen kaum einmal einen druckvollen Spielaufbau der Gäste zu.

Auch das Umschalten in die Offensive nach Ballgewinnen gelang ausgezeichnet, und mit schnellen Kombinationen wurde die gegnerische Abwehr zunächst sehr gekonnt ausgespielt. Sowohl über den Kreis durch Henk Braun als auch aus dem Rückraum wurden die ersten sehenswerten Treffer erzielt. Kurze Unaufmerksamkeiten im Spielaufbau nutzte Potsdam aber ebenfalls zu schnellen und einfachen Toren. So war der 4:1-Vorsprung der Hausherren schnell Geschichte, denn mit drei Treffern in Folge glichen die Gäste zunächst zum 4:4 aus. Schnell fing sich das Buß-Team wieder, Keeper Torben Knop wurde mit einigen tollen Paraden zum Rückhalt, und seine genaue Pässe nutzten Mirco Reuter und Jaime Lippe zu einfachen Kontertoren, so dass sich die HSG nach einem weiteren Treffer von Reuter aus dem Rückraum wieder auf 10:6 (18. Minute) absetzte.

Dieser Abstand wurde dann einige Zeit gehalten, doch waren es dann ungenaue Zuspiele des HSG-Rückraums an den Kreis, die Potsdam wieder zurück ins Spiel brachten. Auch die Umstellung der Potsdamer auf eine 5-1-Deckung brachte kleine Unsicherheiten in den Spielaufbau der HSG, und so kamen die Gäste bis zur Pause noch auf zwei Tore heran. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte war es von beiden Teams ein Spiel auf Augenhöhe, doch mit tollen 1-1-Aktionen durch Reuter und Nico Hennemann auf der rechten Außenbahn schienen sich die Landkreisler bis zum 20:17 (45.) wieder etwas befreien zu können. In der Folge blieben aber zum einen Pfiffe gegen die Potsdamer Deckung nach Foulspielen aus – und selbst Behinderungen beim Wurf wurden gegen die Gäste kaum noch geahndet.

So konnte sich die robuste Potsdamer Deckung immer besser gegen die HSG-Angreifer in Szene setzen und nutzte im Angriff nun die Chancen. Durch die Haupttorschützen Moritz Ende und Adrian Preiß drehten die Gäste das Spiel bis drei Minuten vor dem Ende zum 24:21 und waren auf der Siegerstraße. Nach einer Auszeit von Buß versuchte die HSG, mit großem Einsatz wieder heranzukommen, doch nach dem 23:25 durch Kian Krause spielten die Gäste die verbleibenden siebzig Sekunden geschickt herunter

Vor dem letzten Punktspiel in dieser Saison verabschiedete Detlef Krix mit einem Präsent die Spieler Sönke Harfst, Torsten und Carsten Jüchter, Mirco Reuter, Nico Hennemann und den im Ausland weilenden Nils Wehrheim, die in der kommenden Saison aus verschieden Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen.