Bookholzberg - Ihre Ambitionen auf die Meisterschaft in der Handball-Verbandsliga Nordsee hat die HSG Delmenhorst untermauert. Nach dem 28:24 (12:9)-Erfolg bei der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg belegt die Mannschaft von Trainer Jörg Rademacher weiterhin Platz eins.

Einfach fiel den Gästen der Sieg aber nicht. Bereits im Vorfeld hatte Rademacher moniert, dass ohne „Backe“ gespielt werden müsse. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die das Spiel auch ohne Ballharz gut über die Runden gebracht hat“, meinte der Delmenhorster Coach, der nur mit den ersten Minuten der Begegnung unzufrieden war: „Danach haben wir gezeigt, warum wir Tabellenführer sind.“

So lief es nur in der Anfangsphase nicht rund bei den Gästen, die mit Grüppenbühren/Bookholzberg auf einen beherzten und engagierten Gegner trafen. Die Hausherren steckten nie auf und waren im gesamten Spielverlauf eigentlich immer auf Augenhöhe. Nur in einigen entscheidenden Phasen gab es aufseiten der Einheimischen einige Fehler mehr, die von der Rademacher-Sieben gnadenlos für wichtige Tore ausgenutzt wurden. Zeigte das Heimteam von Coach Andreas Müller im gesamten Spielverlauf eine weitgehend geschlossene Mannschaftsleistung mit einem ausgezeichneten Marcel Behrens als umsichtigen Regisseur und Goalgetter, taten sich auf der anderen Seite besonders Ole Goyert und Philipp Freese auf den Außenpositionen hervor.

„Wir haben uns in kämpferischer Hinsicht und auch spielerisch sehr gut präsentiert. Es ist nicht unser Anspruch, gegen den Aufstiegsaspiranten zu punkten – trotzdem haben wir es dem Gegner phasenweise durch eigene Fehler zu leicht gemacht, zu Toren zu kommen“, erklärte Müller. Aufgrund technischer Probleme hatte das Spiel mit zehn Minuten Verspätung begonnen. Das Müller-Team erwischte vor eigenem Publikum dann einen glänzenden Start und warf schnell eine 4:0-Führung heraus. Gäste-Coach Rademacher nahm dies bereits nach sechs Minuten zum Anlass, eine Auszeit zu nehmen. „Ich musste die Jungs erst einmal wach rütteln“, sagte Rademacher.

Danach lief es deutlich besser, die Angriffe wurden nach gelungenen Kombinationen immer wieder erfolgreich abgeschlossen. Hier zeigte besonders Freese von Rechtsaußen und bei Kontern eine große Übersicht. Mitte der ersten Hälfte hatten die Delmenhorster die Begegnung beim 8:7 gekippt. Auch danach nutzten die Gäste fast jeden Ballverlust der Hausherren zu schnellen Toren und setzten sich somit kontinuierlich weiter ab. Die Müller-Truppe zeigte dennoch eine tolle Moral und hielt sich mit großen Einsatz im Spiel.