BOOKHOLZBERG - Die Verbandsliga-Handballer aus dem Landkreis finden nicht in die Erfolgsspur. Auch am Wochenende schafften sie es nicht, ihre zweiten Saisonsiege einzufahren.
HSG Varel-Friesland II – HSG Grüppenbühren/Bookholzberg 30:27 (16:17). Wieder einmal war es die schlechte Chancenverwertung, die die Landkreis-HSG um einen möglichen Sieg brachte. „Der Gegner war nicht besser, aber wir sind wieder einmal in entscheidenden Situationen an den eigenen Unzulänglichkeiten gescheitert. Die Abwehr stand weitgehend sicher, auf Torwart Jan-Dirk Alfs war Verlass. Doch die vergebenen klaren Chancen haben uns letztendlich die Punkte gekostet“, sagte Trainer Majk Skoric.
Es dauerte eine ganze Weile, bis die Feldspieler ihren Rhythmus fanden. Da aber Alfs von Anfang an glänzte, gerieten die Bookholzberger nur mit 5:8 in Rückstand. Dann lief es besser. Werner Dörgeloh stellte zum ersten Mal einen Gleichstand her (10:10, 18.). Später gingen sie nach zwei weiteren Toren von Dörgeloh und einem Treffer des starken Kreisläufers Alexander Depperschmidt sogar mit 16:13 in Führung. Bis zur Pause schmolz der Vorsprung wieder (17:16). Das Landkreis-Team blieb bis zum 20:18 vorn. Dann aber kamen die Friesländer wieder besser in Schwung, während die Bookholzberger nach dem 25:25, das Stefan Buss mit einem Siebenmeter erzielt hatte, den Faden verloren. Sie vergaben die Chance, erneut in Führung zu gehen. Anschließend zogen die Gastgeber entscheidend bis auf 29:26 (56.) davon.
TS Hoykenkamp – TuS Haren 32:33 (16:16). Vor einer lautstarken Kulisse von etwa 150 Zuschauern platzte zwei Sekunden vor dem Ende mit dem Treffer zum 32:33 die Hoffnung der Hoykenkamper, wenigstens einen Punkt zu ergattern. TSH-Trainer Thorsten Stürenburg war enttäuscht. „Die Punkte, die wir holen wollten, haben wir nicht geholt und stehen nun ganz unten drin. Unsere Aufholjagd in den letzten Minuten wurde nicht belohnt, denn ein Unentschieden wäre schon gerecht gewesen“, erklärte er.
Von Anfang an agierten beide Mannschaften mit großem kämpferischen Einsatz. Mitte der ersten Halbzeit brachte Christoph Müller-Hill die TSH zum ersten Mal mit zwei Toren nach vorn (8:6). Da in der Deckung aber zu wenig Zweikämpfe gewonnen wurden, hielt der Vorsprung nicht lange. Nach dem Seitenwechsel (16:16) wurden jedoch weitere Schwächen bei der TSH sichtbar. Sie verwarf fünf Siebenmeter und konnte sich im Überzahlspiel nur selten durchsetzen. So ging der Gast immer wieder in Führung. Doch die Stürenburg-Sieben gab nie auf, kämpfte sich immer wieder heran.
90 Sekunden vor dem Abpfiff lagen die Gäste dann scheinbar entscheidend mit 32:29 vorn. Da sie in Unterzahl spielen mussten, beorderte Stürenburg Marcel Ketteniß in der Abwehr auf die Position des Vorgezogenen. So kam sein Team zu Ballgewinnen. Martin Wessels traf von Rechtsaußen zum 32:32. Doch als alle mit einer Punkteteilung rechneten, schlug Haren noch einmal zu. „Es ist schon typisch, wenn man unten drin steht, fehlt einem das nötige Quäntchen Glück, um auch mal einen Big Point zu landen“, sagte TSH-Trainer Stürenburg.
