BOOKHOLZBERG - Während für das Gros der Handballmannschaften dieser Region schon die wohlverdiente Sommerpause angefangen hat, steht für die Männer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg der sportliche Höhepunkt unmittelbar bevor: Am heutigen Freitag um 20 Uhr bestreitet die Mannschaft von Trainer Jan-Bernd Schwepe in eigener Halle das erste Relegationsspiel um den Aufstieg in die Verbandsklasse gegen Jahn Brinkum II. Für die HSG geht es darum, sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 18. Juni in Brinkum zu schaffen.

Die Brinkumer Oberligaresserve stand wie die HSG bereits am vorletzten Spieltag der Landesliga Bremen endgültig als Tabellenzweiter fest und wird für die Einheimischen ein sehr schwerer Brocken werden. Die Gäste haben eine gestandene Mannschaft mit vielen älteren und erfahrenen Spielern. Auch in der Landesliga Bremen haben sie viele Spiele durch ihre Routine und ausgeglichene Besetzung bestimmt und dem Gegner ihr Spiel aufgezwungen. Dabei wurde, wenn nötig, auch das Tempo verschleppt, um dann durch die schnellen Außen mit überfallartigen Angriffen zu leichten Torerfolgen zu kommen.

Hier will HSG-Coach Schwepe zuerst die Hebel ansetzen, denn seine Mannschaft ist darauf ausgerichtet, 60 Minuten Tempo zu gehen und sich nicht dem Rhythmus des Gegners anzupassen. Warnung genug sollte da das Spiel bei der SG STV/VfL Wilhelmshaven sein, denn das Team passte sich hier dem Spiel des Gegners an und kassierte prompt eine Niederlage.

Schwepe ist trozdem mit dem Verlauf der Meisterschaft hoch zufrieden, hat seine Truppe doch nach einer sensationellen Hinrunde ohne Niederlage am Ende nun noch die Möglichkeit, sich für die kommende Spielzeit für die nächst höhere Klasse zu qualifizieren.

In der Relegation muss sich die Mannschaft allerdings umstellen, denn jetzt zählt jedes Tor. Deshalb darf sich die HSG am Abend keine Schwächephase leisten, sondern muss bis zum Abpfiff hoch konzentriert bei der Sache sein.

Der Coach kann die Mannschaft in Bestbestzung antreten lassen, die Mischung aus jungen und gestandenen Spielern soll am Ende den Ausschlag zugunsten der Hausherren geben. Wenn man den Gegner von Beginn an über das Tempospiel unter Druck setzen und zu Fehlern verleiten kann, stehen die Chancen gut. Außerdem haben die Gastgeber in den letzten Spielen wieder zu alter Form zurückgefunden und können mit Zuversicht an diese Aufgabe herangehen. Der Grundstein zum Aufstieg muss auf jeden Fall am Abend im Heimspiel gelegt werden, das sollte den HSGern klar sein.