Bookholzberg - Zwischen den Handball-Nachbarn HSG Delmenhorst und HSG Grüppenbühren/Bookholzberg herrscht dicke Luft: Weil die Delmenhorster die Vereinbarung zur Doppelspielberechtigung von Niklas Kowalzik gekündigt haben, ist der Spieler nun einige Wochen für die männliche A-Jugend von Grüppenbühren/Bookholzberg gesperrt.

Vor dieser Saison hatte sich Kowalzik der HSG Delmenhorst als Stammverein angeschlossen, wo er in der A-Jugend (Vorrunde zur Oberliga) zum Einsatz kommt. Dank des Doppelspielrechts kann er gleichzeitig auch für die Bookholzberger in der Bundesliga auflaufen. Unstimmigkeiten gab es nun, als am vergangenen Wochenende beide Teams parallel im Einsatz waren. Die Delmenhorster pochten auf einen Einsatz in ihrer A-Jugend – Kowalzik hätte aber lieber für die Bundesligatruppe seines Zweitvereins in Hamburg gespielt, was seitens der Delmenhorster Verantwortlichen aber untersagt wurde. „Ich weiß nicht, ob es richtig ist, einem 17 Jährigen die Bundesliga zu verwehren“, äußerte sich Bookholzbergs Trainer Stefan Buß – der das Thema ansonsten „nicht weiter aufbauschen“ wollte. „Für den Jungen ist es schade.“

Das Kapitel Delmenhorst ist für Kowalzik nun beendet – allerdings zieht der Prozess eben eine Sperre von weiteren vier Spielen nach sich. Erst am 26. November darf er wieder für die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg auflaufen.