BOOKHOLZBERG - Seit etwas über einem Jahr richtet der Hospizkreis Ganderkesee regelmäßig Trauercafes in der ev.-meth. Kirche in Bookholzberg aus. „Dabei haben wir gemerkt, dass die Besucher ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben“, berichtet Gastgeberin Hanna Otter-Sandstedt. Es gebe Menschen, die bei einer Tasse Kaffee oder Tee tatsächlich nur ein zwangloses Gespräch suchen, aber auch andere, die gewillt seien, in einen echten Trauerprozess einzusteigen.

Otter-Sandstedt und Oliver Uhlhorn, Sterbebegleiter aus Hude, trugen dem Vereinsvorsitzenden Erich Kurzawski die Idee vor, analog zu Ganderkesee auch in Bookholzberg eine Trauergruppe einzurichten, die regelmäßig zusammenkommt – und erhielten sofort grünes Licht. „Wir möchten dazu beitragen, dass der Tod seinen Schrecken verliert“, bekräftigt Kurzawski. Bookholzberg sei zudem ein guter Standort, weil sich der Verein nach Hude hin weiterentwickeln will. In der Nachbargemeinde sind in den kommenden Monaten verschiedene Informationsveranstaltungen über die Arbeit des Hospizvereines, der seit kurzem auch den Namen Hude mit in seinem Titel führt.

Nicht nur beim Vereinsvorstand war man sehr zugänglich, auch Heide Mohmeier, Pflegeleitung im DRK-Seniorenwohnheim an der Ellerbäke, zeigte sich offen. Die Trauergruppe kann dort Räumlichkeiten nutzen.

Das erste Treffen findet am 5. März statt. Danach geht es 14-tägig donnerstags von 20 bis 22 Uhr weiter. Interessenten können sich unter 04223/8575 anmelden.

Das Trauercafe bleibt unverändert weiter bestehen. Es ist jeweils am letzten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr geöffnet.