Bookholzberg - Ein völlig unnötiges 22:23 (12:13) haben die Verbandsliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn TuS Haren kassiert. Ausschlaggebend für diese Niederlage waren zwei Faktoren: Zum einen bekam die Deckung von Trainer Andreas Müller den mit insgesamt 16 Treffern überragenden Spielmacher und Haupttorschützen Stefan Sträche zu keiner Phase des Spiels in den Griff – und zum anderen zogen sich erneut die klaren vergebenen Chancen wie ein roter Faden durch das Spiel der HSG.

„Die Deckung stand mit 23 Gegentreffern sicher, doch im Angriff hat meine Mannschaft zu viele klare Chancen liegengelassen und den gegnerischen Keeper mit überhasteten und unvorbereiteten Würfen richtig warm geschossen“, haderte Müller mit der Offensivleistung. Es war bezeichnend, dass Müller seinem Team in der Pause klarzumachen versuchte, dass der Harener Torwart fast immer den gleichen Bewegungsablauf zeigen würde und man doch versuchen sollte, die Würfe besser zu variieren.

Das gelang aber nur phasenweise, so dass auch im weiteren Verlauf noch etliche hochkarätige Chancen nicht genutzt werden konnten. Besonders in der Schlussphase der Begegnung gab es dann in den entscheidenden letzten Minuten zuviel Leerlauf. Hier häuften sich dann auch noch die technischen Fehler, die Haren schließlich zu den entscheidenden Treffern nutzte und am Ende einen hauchdünnen Auswärtssieg bejubeln konnte.

„Wir haben uns in den letzten sieben Minuten des Spiels zu viele technische Fehler und schwache Torwürfe genommen, und der Angriff war erneut nicht in der Lage, die entscheidenden Treffer zu setzen“, sagte HSG-Coach Müller und fügte hinzu: „Dieses Spiel hätte eigentlich keinen Sieger verdient, denn auch der Gegner hat bis auf Sträche kaum Akzente setzen können. Aber ein Spieler allein kann schon so eine Begegnung entscheiden.“