BOOKHOLZBERG - Eine kämpferisch gute Leistung boten die Verbandsliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg – vor allem in der zweiten Halbzeit. Trotzdem reichte es am Sonnabend im Heimspiel gegen Komet Arsten erneut nicht zu einem Punktgewinn. Nach dem 28:31 (9:15) blieb das Team auf einem Abstiegsplatz.

Das Spiel hätte für den Gastgeber besser ausgehen können. Doch es gab einige entscheidende Mankos: Die Bookholzberger ließen etliche hochkarätige Chancen aus, zum Schluss standen 22 Fehlversuche in der Statistik. Dazu kamen einige technische Fehler. Auch die Deckung stand lange Zeit nicht so sicher wie gewohnt. Sie bekam den Rückraum der Gäste mit Dennis Busch, Sören Blumenthal und Kai Kieselhorst nicht in den Griff.

Vor der Partie war eine Schweigeminute für die am Freitag auf dem Weg zu einem Bundesligaspiel tödlich verunglückten DHB-Schiedsrichter Bernd und Reiner Mehte eingelegt worden.

Von Beginn an musste sich die HSG ihre Tore hart erarbeiten, während die Gäste mit schnellen Spielzügen wesentlich leichter zum Erfolg kamen. Vor allem Komet-Spielmacher Busch nutzte zunächst jede noch so kleine Lücke in der HSG-Deckung und war er bis zum 7:7 (19.) bereits fünfmal erfolgreich. Knackpunkt der Partie war die Zeit bis zur 20. Minute, in der die Gäste mit vier Toren in Folge bis auf 11:7 davonzogen. Zur Pause lagen sie mit 15:9 vorne.

Erst im zweiten Abschnitt ging ein Ruck durch die HSG-Truppe. In der Defensive ging sie wesentlich bissiger zur Sache und konnte durch die erkämpften Bälle auch schneller in den Angriff umschalten. Im Gegenzug nach einem von Torwart Jan-Dirk Alfs gehaltenen Strafwurf kamen die Hausherren bereits nach wenigen Minuten auf 14:15 heran. Doch eine Zeitstrafe für Alex Depperschmidt kam zum ungünstigen Zeitpunkt. Arsten nutzte diese Überzahl und setzte sich wieder auf vier Tore ab. In den nächsten Minuten gab es zwar einen offenen Schlagabtausch, doch wenn die HSG-Mannen etwas näher heran kommen konnten, hielten sie sich durch kleine Unaufmerksamkeiten im Angriff immer wieder selber auf. So verteidigten die Gäste ihren Vorsprung und sahen sieben Minuten vor dem Ende beim 26:21 schon wie der sichere Sieger aus.

Aber dann kam doch noch Pfeffer in die Partie: Alfs wurde zum Rückhalt und dank seiner Paraden begann eine Aufholjagd. Vier Tore hintereinander brachten die HSG bis auf 25:27 heran. Dann verließ sie das Glück und so rettete Arsten den Vorsprung doch noch bis ins Ziel. Entsprechend enttäuscht zeigte sich HSG-Trainer Majk Skoric: „Unsere Abschlussschwäche hat uns die entscheidenden Tore gekostet. Es fehlen bei einigen Spielern im Moment noch einige Prozent, um richtig durchstarten zu können. Auch fehlte uns in einigen Situationen das Glück, das man braucht, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen.“