Bookhorn/Grüppenbühren - „Wir haben durchweg nur positive Stimmen erhalten“, lautet Anne Hoffmanns Fazit nach dem ersten Mounted-Games-Turnier in der Geschichte des Reitvereins (RV) Grüppenbühren, das in Bookhorn ausgetragen wurde. Als am Sonntagabend alle Abbauarbeiten erledigt waren, seien die vier Helfer samt der Organisatorin zufrieden und glücklich über den gesamten Ablauf gewesen. Ebenso stimmten die Bodenverhältnisse. „Natürlich waren wir auch kaputt“, erzählt Anne Hoffmann von dem anstrengenden Tag. „Nächstes Jahr wollen wir sogar ein zweitägiges Turnier veranstalten.“
Um den Wettbewerb überhaupt ausrichten zu dürfen, musste der RV Grüppenbühren vorher Mitglied im Mounted-Games-Verband VRMGD (Verband für Reiterspiele Mounted Games Deutschland) werden.
Mit dabei war auch das fünfköpfige Team der Grüppenbührener, das in der Altersklasse U 14 an den Start geht. Leider bildeten die „Grübis“ bei vier teilnehmenden Mannschaften nur das Schlusslicht. Mit 32 Zählern lag der Reitnachwuchs nur einen Punkt hinter „KiBro’s Future 4“ (RV Kirchwalsede). Am Ende standen die „Nordis“ aus Rotenburg/Wümme ganz oben auf dem Treppchen. Bei drei Läufen wurden insgesamt 21 Spiele absolviert.
Für die „Grübis“ ist die Platzierung alles andere als ein Rückschlag. „Die Kinder machen das schon sehr gut“, lobt Anne Hoffmann: „Es waren immer Kleinigkeiten, die uns Punkte kosteten.“ Schwerer ins Gewicht fällt die Verletzung von Teammitglied Tomke von Waaden (9 Jahre). Sie nahm beim Aufsteigen aufs Pferd zu viel Schwung und prellte sich das Steißbein. Danach musste sie aufgeben. Hinter der Teilnahme an den deutschen Einzelmeisterschaften in zwei Wochen in Rotenburg steht deswegen noch ein Fragezeichen.
Vor etwa einem Jahr hatte Hoffmann erstmals ein Schnuppertraining für Mounted Games („Spiele zu Pferde“) angeboten. Dort kristallisierte sich schnell heraus, dass Birthe Zielke (10), Alina Behrens (11) sowie Tammo (8) und Lea Hoffmann (6) zusammen mit Tomke von Waaden ein Team bilden würden. Aktuell sind sie noch das einzige im Pferdesportverband Weser-Ems.
Trainiert werden die Fünf seit Anfang August von Simon Keppler aus Diepholz. Der hatte sich bei einem Turnier in Dänemark den Fuß gebrauchen und hat nun genug Zeit, die Talente zu formen. „Zu unserem Glück“, sagt Anne Hoffmann mit einem Augenzwinkern.
Um sich auf ein Turnier vorzubereiten, übt der Nachwuchs alle 30 Spiele, die die Mounted Games beinhalten. „Deswegen müssen die Kinder vorher schon mal Luftballons für das Ballonstechen aufpusten“, erklärt Anne Hoffmann grinsend: „Die Ponys werden aber sowieso jeden Tag geritten.“
Unter anderem fiebern die Reiter schon den Internationalen Mounted Games Ende Oktober in Belgien entgegen. „Dafür suchen wir noch händeringend Sponsoren, die sich an Fahrtkosten oder Nenngeld beteiligen“, sagt Anne Hoffmann.
