Eine Bootstaufe mitten in Ahlhorn? Kein Scherz! Das gibt es wirklich. Am Wochenende ging der „Holzwurm“ zum ersten Mal ins nasse Element. Auf dem See des Elternhauses von Garlich Grotelüschen in Ahlhorn unternahm der Angelboot-Neubau der Familie Schmidt die erste Fahrt. „Das Boot hat mein Vater in der Garage selber gebaut“, erklärte Sohn Christoph Schmidt. Er war es auch, der vor einem Jahr den Stein ins Rollen brachte. „Ich bin mit dem Wasser groß geworden und tatsächlich noch kein Mal unfreiwillig hineingefallen“, lachte er. Da bleibe immer ein Stück Sehnsucht nach dem nassen Element.

Vater Arthur Schmidt ist gelernter Bootsbauer und hatte eine eigene Werft und Steganlage am Rhein in der Nähe von Wiesbaden. Die Schmidts bauten vorwiegend für Rettungszwecke sogenannte Boston Whaler. Rümpfe aus den USA wurden für Polizei, DLRG, Feuerwehr und andere Behörden und Rettungskräfte ausgebaut. Kurz nachdem die Anlage verpachtet worden war, kamen der Verkauf und der Umzug der Schmidts nach Ahlhorn.

„In Norddeutschland waren wir ohnehin oft genug, da zeitweilig bis zu vier Boote von uns in Hooksiel im Sportboothafen lagen“, erinnert sich Gisela Schmidt zurück.

Der Wunsch des Sohnes hatte ins Schwarze getroffen. Arthur Schmidt juckte es noch einmal in den Bootsbauerhänden. Vor rund vier Monaten packte ihn noch einmal der Ehrgeiz. Er zeichnete einen Riss für ein offshoretaugliches Sportangelboot. Ohne spitzen Bug, um mehr Stabilität zu erhalten. Verwendet wurde edles Material wie Mahagoni-Bootsbauplatten und ein spezieller langlebiger Bootslack.

Er dankte vor allem Garlich Grotelüschen, der eine Bootstaufe direkt am See seines Elternhauses ermöglichte. Grotelüschen und Schmidt kennen sich vom Stammtisch, die Familien sind befreundet.

Luise Oberding, gerade fünf Jahre alt, nahm die Schiffstaufe vor. Sie enthüllte den Namenszug und wünschte Schiff und Besatzung allzeit eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Dabei soll der Schiffsname „Holzwurm“ kein schlechtes Omen sein. Vielmehr ein Hinweis darauf, dass das 4,54 Meter lange Angelboot komplett aus Holz besteht.

Im Frühjahr wird noch ein Außenborder angeschafft. „Dann wollen wir mit dem Boot, das getrailert werden kann, nach Fehmarn zum Angeln fahren“, versprach Christoph Schmidt. Jetzt stand aber die erste Probefahrt auf dem Grotelüschen-See an. Eine erfolgreiche Jungfernfahrt.

Mehr als 100 Teilnehmer sind zum „Grünen Abend“ des Hegerings Großenkneten auf dem Hof von Jan-Bernd Stolle in Hellbusch gekommen. Die ausrichtenden Reviere Hespenbusch und Greve hatten für ein schönes Ambiente gesorgt. Nach dem Signal „Begrüßung“ durch die Jagdhornbläser des Hegering Großenkneten, verstärkt durch die Bläsergruppe „Sager Heide“ und die „Hengstlager Bergbläser“, begrüßte Hegeringleiter Max Hunger die zahlreichen Gäste, ganz besonders die aus dem Hegering Ahlhorn und den Niedersächsischen Landesforsten. Mit viel Beifall wurde der zweite Auftritt der gemischten Bläsergruppe honoriert. Als jüngste Mitglieder hieß der Hegering die Zwillinge Claas und Jan-Ole Coorßen mit einer Schirmmütze der Landesjägerschaft Niedersachsen willkommen. Gute Stimmung herrschte bis in die frühen Morgenstunden.