Mindelo - Während Boris Herrmann im Weltumseglungs-Rennen „Ocean Race“ mit einer kleinen Verletzung vorerst passen und den Konkurrenzkampf seiner „Seaexplorer“-Crew um den zum Skipper beförderten Will Harris überlassen muss, gibt es im Rennen gegen den Klimawandel keine Pause für den aus Oldenburg stammenden Segelstar. Im Etappenort Mindelo auf den Kapverden traf der 41-Jährige nun einen prominenter Mitstreiter: UN-Generalsekretär Antonio Guterres, der einer von vielen Gästen der im Rahmen des Ocean Race stattfinden „Ocean Summit“ im Ocean Science Center Mindelo – einer Partner-Einrichtung des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel – war. In Anlehnung an das Motto von Herrmanns Team Malizia, das auf einem Segel der „Seaexplorer“ prangt, sagte Guterres, die Beendigung des Ozean-Notstandes sei „a race we must win“ – ein Rennen, das wir gewinnen müssen. Auch Herrmann sprach auf der Veranstaltung und forderte die Politiker und Führungspersonen mit einer Segel-Analogie auf, den Kampf gegen den Klimawandel aufzunehmen: „Wir müssen die Segel und den Kurs wechseln.“
Die erste Etappe des Ocean Race von Alicante (Spanien) nach Mindelo hatte Herrmanns Team auf Platz drei beendet. Weil der 41-Jährige sich kurz vor der Zieleinfahrt auf den Kapverden mit kochendem Wasser Verbrennungen am Fuß zuzog, verzichtet er auf die an diesem Mittwoch startende zweite Etappe von Mindelo nach Kapstadt (Südafrika). Dort wird er in etwa zwei Wochen sein Team empfangen und für die dritte und längste Etappe, die bis nach Itajai (Brasilien) führt, wieder mit an Bord gehen. Das Ocean Race endet nach sieben Etappen und insgesamt etwa 60 000 Kilometern Ende Juni im italienischen Genua.
