Le Havre - Das Team Malizia mit Boris Herrmann hat im Transat Jacques Vabre einen Rückschlag hinnehmen müssen. Nach solidem Start und guter Aufholjagd bis auf Platz sechs fielen der aus Oldenburg stammende Herrmann und sein Partner Will Harris wieder zurück. Am frühen Mittwochnachmittag waren sie Zwölfte. Ein defekter Kompass macht dem deutsch-britischen Duo beim Auftakt ins 3750 Seemeilen lange Rennen von Le Havre nach Martinique zu schaffen.

„Wir haben heute Morgen Probleme mit dem elektronischen Kompass. Wir versuchen, das Schiff mit einem Ersatzkompass zu steuern. Das läuft aber nicht so gut wie erhofft“, berichtete Herrmann von Bord. Deswegen fahren wir etwas langsam, haben in den letzten Stunden viel Zeit verloren.“

Gehen bei der 16. Transat Jacques Vabre an den Start: der gebürtige Oldenburger Boris Herrmann (rechts) und sein Co-Skipper Will Harris – hier im Ocean Race.

OLDENBURGER TOP-SEGLER Boris Herrmann freut sich auf „irres Feld“ bei 16. Transat Jacques Vabre

Tatjana Pokorny
Le Havre
Legen am Dienstagmorgen ab: Boris Herrmann segelt mit der „Seaexplorer“ bei der Transatlantikregatta „Transat Jacques Vabre“ mit.

REGATTA TRANSAT JACQUES VABRE Boris Herrmann segelt endlich los

Le Havre

In Zusammenarbeit mit Team Malizias Technikern an Land bemüht sich die Crew auf der deutschen „Seaexplorer“ um die schnellstmögliche Reparatur. „Wir versuchen, das Problem zu lösen, und bleiben am Ball“, sagte Herrmann.

In Führung lagen in der Imoca-Klasse einen Tag nach dem Start die beiden favorisierten französischen Boote „Charal“ mit Jérémie Beyou und Franck Cammas knapp vor „For People“ mit Titelverteidiger Thomas Ruyant und Morgan Lagravière.

In der kleineren Class 40 hatten die „Sign for Com“-Skipper Lennart Buke und Melwin Fink aus Hamburg zwei Tage nach ihrem Start in Lorient am Mittwochmittag Kap Finisterre an der Westküste von Galicien passiert. Der 25-jährige Lennart Burke und der erst 21-jährige Melwin Fink lagen bei ihrer Transat-Premiere am Mittwochmittag auf Platz 18 im Feld der verbliebenen 40 Class-40-Yachten. Die Jungprofis erhoffen sich Vorteile von einem erwarteten Winddreher, weil ihr Boot seine Stärken vor dem Wind besser ausspielen kann. Vier Class-40-Teams sind bereits ausgeschieden.

Will im November 2024 bei der Vendée Globe starten: Boris Herrmann

WELTUMSEGLUNGS-REGATTA 2024/25 Segler Boris Herrmann meldet sich für Vendée Globe an

Hauke Richters
Oldenburg
Mathias Freese
Mathias Freese Sportredaktion