Neuharlingersiel - Wer darf weiter auf einen Start bei der Heim-Europameisterschaft hoffen, wer wird nur als Zuschauer dabei sein? Für einige Boßler wird der Traum von der EM-Teilnahme schon am Samstag platzen. Dann werden in der zweiten Runde des Seiteneinsteigerwerfens die letzten Plätze in der Championstour und damit für die EM-Qualifikation vergeben. Doch auch diejenigen, die nach der ersten Runde auf der Bahn in Neuharlingersiel vorne liegen, sollten sich auf ihrer Leistung nicht ausruhen. Dafür sind die Abstände schlichtweg zu knapp.
Mehr als 30 Werferinnen mit Chancen
Im Feld der Frauen haben Monja Tjardes (Spekendorf) und Antje Ubben (Stedesorf) im ersten Kräftemessen die 1300-Meter-Marke geknackt und damit die besten Voraussetzungen aufs Weiterkommen. Dahinter geht es äußerst eng zu. Aktuell belegt Fieke Müller (Reepsholt) Rang 15 und würde gerade noch das Tour-Ticket lösen. Die Dritte der ersten Runde, Imke Hiljegerdes (Halsbek), hat aber nur 110 Meter Vorsprung. Stefanie Deutschmann (Middels) hat als 33. lediglich 161 Meter Rückstand. Schon ein Volltreffer in den Kurven oder ein grober Patzer und dadurch eine schlechte Stellung kann alles durcheinanderwirbeln. Los geht es für die Frauen um 13 Uhr.
Aufholjagd ist noch möglich
Schon ab 11 Uhr sind die Männer gefordert. Hier haben sich Tim Carstens (Neuwesteel), Marian Jahnke (Westeraccum) und Mirco Guderle (Ardorf) im ersten Durchgang etwas abgesetzt. Alle drei warfen mehr als 1800 Meter. Im Mittelfeld geht es bei den Männern aber ebenso knapp zu wie bei den Frauen. Thomas Höpken (Waddens) und Steffen Christians (Reepsholt) belegen mit jeweils 1538 Metern die Plätze 15 und 16. Einige namhafte Boßler waren mit ihren Auftritten am vergangenen Sonntag nicht zufrieden. Sie wollen mit einer Aufholjagd das Feld von hinten aufrollen.
Die 15 besten Männer und Frauen des Seiteneinsteigerwerfens dürfen in der Championstour starten. Das Feld der Tour wird zu Beginn der neuen Saison deutlich vergrößert, nach vier Durchgängen jedoch wieder auf 21 Werfer reduziert. Diese kämpfen dann um die begehrten Plätze im Kader für die Europameisterschaft im kommenden Mai.
