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Boßelturnier Stammgäste und Neulinge sorgen für Rekordbeteiligung

Daniel Bohms (Utarp-Schweindorf) ist Stammgast beim Turnier in Pfalzdorf. Schon bei der Premiere 1997 stand er auf dem Podest.

Daniel Bohms (Utarp-Schweindorf) ist Stammgast beim Turnier in Pfalzdorf. Schon bei der Premiere 1997 stand er auf dem Podest.

Jochen Schrievers

Pfalzdorf - Daniel Bohms steht zusammen mit Angelo Schmidt und Wilfried Schoon auf dem Podest. Das Trio aus Müggenkrug hat sich beim Boßelturnier in Pfalzdorf den zweiten Platz gesichert. Im Finale mussten sie sich nur Wilfried Müller, Uwe Köster und Wilfried Rahmann aus Reepsholt geschlagen geben. In diesem Moment im Jahr 1997 hat Bohms sicherlich nicht daran gedacht, dass er auch 2023 noch bei der 20. Auflage des Cups in Pfalzdorf werfen wird. Inzwischen trägt er die Farben des KBV „Freesenholt“ Utarp-Schweindorf und startet zusammen mit Hannah Bohms – sie war 1997 noch nicht einmal geboren.

Erst Frauenturnier, dann Mixed

Doch so viel habe sich zwischen der Premiere 1997 und dem 20. Turnier am kommenden Wochenende gar nicht verändert, erklärt Frido Walter. „Vieles hat sich einfach bewährt“, sagt Walter. Und er muss es wissen, schließlich ist er von Beginn an dabei und schafft es mit seiner Moderation immer wieder, den Betrieb auf der Strecke am Laufen zu halten, alle über den Stand der Dinge zu informieren und gleichzeitig gut zu unterhalten. Bei den ersten beiden Turnieren sind die Männer noch in Dreier-Teams gestartet, 2002 wurde auf zwei Werfer pro Mannschaft umgestellt. 2004 ersetzten die Pfalzdorfer den Frauen-Cup durch das Mixed. „Die Anmeldezahlen waren einfach zu niedrig“, sagt Walter. Zu dieser Zeit wurde der Wunsch nach einem jährlichen Turnier laut und ab 2006 ging es dann jedes Jahr auf der Spekendorfer Straße um Ruhm, Pokale und Preisgelder.

Jeweils 102 Mannschaften

Aber Frido Walter ist nur einer von vielen, die an der Erfolgsgeschichte des Turniers mitgeschrieben haben. Denn am Cup-Wochenende muss der ganze Verein ran. „Wir haben 160 Mitglieder. Wenn wir die ganz Alten und die Jüngsten rauslassen, sind ungefähr 100 Leute im Einsatz“, erklärt er. Ob als Schiedsrichter, Fahrer oder in der Getränkebude, Arbeit gibt es reichlich. „Am Mittwoch beginnen wir mit dem Aufbau, am Montag bauen wir wieder ab“, fasst Walter das Wochenende zusammen. Doch der entscheidende Teil findet dazwischen statt. Am Samstag geht es für die Mixed-Teams auf die Bahn am Sonntag folgt der Wettbewerb der Männer. 2000 Meter gilt es in der Vorrunde mit möglichst wenigen Würfen zu absolvieren, um den Sprung in die K.o.-Runde der besten 32 zu schaffen. Und das könnte in diesem Jahr schwieriger sein, als in den vergangenen Jahren. Denn mit 102 Mannschaften gibt es eine Rekordbeteiligung. „Mehr geht nicht“, erläutert Frido Walter. „Die ersten starten um 9.45 Uhr, die letzten um 12.30 Uhr. Noch länger können wir die Werfer nicht zwischen den Runden warten lassen.“ Doch für diejenigen, die es unter die Besten schaffen, kann sich das Warten lohnen. Denn nicht nur die Größe des Starterfeldes hat ein Rekordhoch erreicht. Auch das Preisgeld wurde nach oben angepasst. 1000 Euro warten allein auf den Sieger. Am kompletten Wochenende werden insgesamt 4600 Euro ausgeschüttet.

Stammgäste und Neulinge

In den Starterlisten finden sich viele Werfer, die wie Daniel Bohms Stammgäste in Pfalzdorf sind. Aber es gibt immer mehr junge Sportler, die den alten Hasen das Preisgeld streitig machen wollen. Und auch wenn es sicherlich einige Boßler gibt, denen Walter die Favoritenrolle zuschreibt, ist er für Überraschungen auf dem Podest immer zu haben. „Es ist auch schön neue Gäste begrüßen zu dürfen, die noch nicht bei uns geworfen haben“, sagt er. Auch wenn es ihn bei der Moderation hin und wieder vor Probleme stellt, kaum etwas über die Teams zu wissen. Bei 204 Mannschaften aus 57 Vereinen plus einiger vereinsloser Werfer ist es auch schwierig, von jedem einzelnen die sportliche Vita zu kennen. „Aber im Laufe des Turniers lernt man sich ja kennen“, fügt er hinzu. Und sich kennenlernen, plaudern und gemeinsam feiern gehört in Pfalzdorf schon immer dazu.

Jochen Schrievers
Jochen Schrievers Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung
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