Osternburg - Es klingt widersprüchlich: Kämpfen für den guten Zweck. Doch darum geht es an diesem Sonnabend ab 18 Uhr in der Kampfsportschule von Farhad Chaker, Emsstraße 20. 30 Frauen und Männer aus dem Nordwesten steigen in den Ring, um sich im klassischen Boxen sowie im K1-Kickboxen zu messen. „Alle Einnahmen des Abends kommen Flüchtlingen in Syrien und im Irak zugute“, verspricht Chaker.

„Durch den Krieg und den Terror ist das Elend dort riesengroß. Wir wollen mit unserem Sport einen kleinen Beitrag leisten, um zu helfen“, sagt Chaker. Der 38-Jährige stammt aus Syrien, lebt aber schon seit vielen Jahren in Deutschland. Obwohl er erst als 23-Jähriger mit Kampfsport begonnen hat, blickt der Oldenburger auf viele Erfolge zurück. „Meine große Leidenschaft sind Taekwondo und Kickboxen.“

Chaker hat mehrere Jahre für die Deutsche Taekwondo-Nationalmannschaft gekämpft, ist Vize-Weltmeister und Europameister geworden und hat internationale und Deutsche Meisterschaften errungen. Erfolge und Wissen habe er seinen Lehrern zu verdanken: Der 2010 verstorbene Mohamed Haddu und Klaus Uschkurat vom SV Ofenerdiek haben Chaker sportlich ausgebildet. Sein Wissen gibt er heute weiter, vor allem an Jugendliche. „Das ist mein Hobby, es macht mir Spaß und ich kann dafür sorgen, dass die Jugendlichen nicht nur rumhängen“, erklärt Chaker.

Als Jeside ist der 38-Jährige betroffen vom Terror im Irak und in Syrien. Gemeinsam mit seiner Familie hat er sich deshalb entschlossen, einen Benefiz-Kampfabend zu veranstalten. Aufgrund seiner weitreichenden Kontakte innerhalb der großen Kampfsportszene ist schnell ein attraktives Teilnehmerfeld zusammengekommen. Hauptkampf des Abends ist das Aufeinandertreffen von Stefan „Zeki“ Aytan und dem Briten Daniel Makin. Neben dem Sport erwartet die Gäste Bewirtung. Chaker: „Die gesamten Einnahmen werden einer Hilfsorganisation gespendet.“