BRAKE - Das Austauschprogramm des Rotary-Clubs führte die 18-Jährige nach Zacatecas in Mexiko. Die Kultur des Landes lernte sie auf vielen Ausflügen kennen.
von silke dettmer
BRAKE - „Das war das beste Jahr, das ich je erlebt habe" - das ist das Fazit von Carolin Mosch nach ihrem Rotary-Austauschjahr in Mexiko. Vor rund 30 Rotariern erzählte sie am Montagabend im Haus Linne/Wilkens Hotel von ihren Erfahrungen in Mexiko.Mit einem Wörterbuch im Gepäck und geringen Spanischkenntnissen aus einer Schul-AG machte sie sich im August 2003 auf den Weg nach Zacatecas, einer Stadt im Mittleren Hochland mit rund 150 000 Einwohnern. Bis Juli 2004 ging die 18-Jährige auf die Privatschule Tec de Monterrey. Den familiären Alltag erlebte sie in drei verschiedenen Familien – so steht es in den Richtlinien des Rotary-Austauschprogramms.
„Anfangs hatte ich schon etwas Heimweh und meine erste Familie sprach auch kein Englisch“, erinnert sich Carolin Mosch. Das Heimweh legte sich aber schnell. Denn die Mutter in der ersten Familie habe sich viel Zeit für sie genommen. Beide haben anfangs noch mit Hilfe des Wörterbuches kommuniziert – im mexikanischen Alltag lernte sie schließlich schnell Spanisch.
„Die beste Integration hatte ich aber in der dritten Familie. Wir waren sechs Personen im Haushalt und es gab nur ein Bad und einen Boiler – aber sie waren sehr herzlich.“ Jeden Sonntag gab es ein gemeinsames Essen mit rund 20 Familienmitgliedern. In der zweiten Familie kam das Familienleben dagegen zu kurz. „Ich war richtig froh, dass ich dann in die dritte Familie gekommen bin, auch wenn der Wechsel kurz vor Weihnachten schon ziemlich hart war.“
Die mexikanische Kultur lernte sie auch auf zahlreichen Ausflügen kennen, nach Mexico City, zu der Pyramide der Mayas in Chichen Itza, ins Naturschutzgebiet nach Chihuahua oder nach Cancun.
Viele Freunde hat Carolin in Mexiko gefunden – davon zeugen die vielen Anstecker, Wimpel und Schleifen an ihrer dunklen Rotary-Jacke. Ihre Mitschüler, Freunde und ihre Gastfamilie haben sich darauf mit Erinnerungsstücken verewigt. Eine mexikanische Mitschülerin ist sogar ihre beste Freundin geworden. „Sie macht extra einen Deutschkursus und besucht mich bald“, berichtet Carolin begeistert.
