Hemmelte/Brake - Der SV Hemmelte bleibt der Angstgegner der Fußballerinnen des SV Brake. Die Mannschaft von Trainer Jonny Peters kam am Sonntag auswärts gegen das Kellerkind nicht über ein 3:3-Unentschieden hinaus. Dabei hatte sie zwischenzeitlich schon mit 3:1 geführt. Mit 14 Punkten belegt seine Elf Tabellenplatz vier der Bezirksliga.

Die Brakerinnen spielten eine starke erste Halbzeit. Sabrina Warns hatte sie mit einem verwandelten Foulelfmeter in Führung gebracht (26.). Sie war von der ehemaligen Zweitliga-Spielerin Daniela Diers gefoult worden. Peters freute sich über den Treffer, merkte aber an, dass Hemmeltes Spielertrainerin in dieser Szene nach seiner Meinung die Gelb-Rote Karte hätte sehen müssen.

Seiner Mannschaft war das schnuppe: Sie spielte weiter beherzt. Kerryn Heise baute die Führung mit einem Traumtor aus 25 Metern aus (30.). „Danach hatten wir das Spiel klar im Griff“, meinte Peters. Seine Elf hätte zur Pause sogar deutlicher führen können.

Zehn Minuten nach dem Wechsel gab es nach einem laut Peters „ganz normalen Zweikampf“ zwischen Daniela Diers und Marieke Schnare einen Elfmeter für die Hemmelterinnen. Daniela Diers nutzte die Chance zum 1:2. Die Brakerinnen reagierten unbeeindruckt. Sie kombinierten gefällig. Jennifer Corssen erhöhte in der 64. Minute mit einer überraschenden Aktion auf 3:1.

Doch Hemmelte schlug zurück. Daniela Diers drosch einen direkten Freistoß aus 30 Metern in den Winkel des Braker Tores (73.). Zwei Minuten vor Schluss gab es nach einem angeblichen Foul an Hemmeltes Ausnahmespielerin erneut einen Elfmeter für die Gastgeberinnen – wieder blieb Diers eiskalt. Peters war sauer. „Daniela Diers ist überhaupt nicht getroffen worden“, sagte er. Zu allem Überfluss musste Jennifer Corssen nach einem Foul noch verletzt vom Platz. Die Übeltäterin habe nur die Gelbe Karte gesehen, sagte Peters, „aber das war eine klare Rote Karte“.

Er fühlte sich nach der Partie extrem benachteiligt, übte aber auch Selbstkritik. „Hemmelte hatte keine klare Torchance und stand nur unter Druck. Wir hätten einfach cleverer spielen müssen, dann hätten wir auch gewonnen.“

SVB: Isabel Krummacker, Lan Jie Pham, Selina Schinkel, Sarina Büsing, Liza Seelemeyer, Marieke Schnare, Kerryn Heise, Natalie Schinke, Louisa Hollmann, Jennifer Corssen, Sabrina Warns; Irina Katzendorn, Angelina von Waaden, Ivana Rostalski.