Oldenburg - Hochglanzbewerbungen müssen es nicht sein – Hauptsache, die Unterlagen dokumentieren ehrenamtlichen Einsatz. Auf diese Formel brachte es Reinhard Nannemann, Volksbank-Vorstand, bei der Pressekonferenz zum Bewerbungsbeginn für den Wettbewerb „Sterne des Sports“ am Dienstag.
Die Volksbank Oldenburg beteiligt sich gemeinsam mit Stadt- und Kreissportbund. Bereits zum zehnten Mal wird statt sportlicher Höchstleistungen ehrenamtliches Engagement geehrt. Frank Kunert, Geschäftsführer des OTB, meint: „Die Sterne des Sports sind sozusagen die Oscars des Breitensports.“ Nannemann betont: „Die Vereinsgröße ist nicht entscheidend, sondern die Nachhaltigkeit des Projekts.“
Sogar auf Bundesebene wurde das Oldenburger BIG -Projekt (Basketball integriert Oldenburg) beim vergangenen Wettbewerb von Bundespräsident Joachim Gauck ausgezeichnet.
„Auf Landesebene waren wir immer bestens positioniert“, so Werner Fredehorst, Projektleiter des Stadtsportbundes (SSB) Oldenburg, der die Koordinierung des Wettbewerbs übernimmt. Er gibt zu bedenken, wie viel Zeit es in Sportvereinen für persönliche Gespräche gibt – im Verhältnis zu der Zeit, die vor dem Fernseher verbracht wird. Ralph Held von der Basket Akademie Weser-Ems ergänzt: „Aufgabe des Leistungssport ist es nicht nur, Idol zu sein für Jugendliche, sondern sich auch für den Breitensport zu engagieren.“
Klaus Hanisch, Vorsitzender des SSB Oldenburg, ergänzt: „Die Zahl der Bewerbungen hat nicht nachgelassen. Die Vereine haben erkannt, dass die Sterne des Sports eine gute Chance bieten, sich darzustellen.“ Auch das Preisgeld werde beachtet. Ulf Gebken, Leiter des Instituts Integration durch Sport und Bildung der Uni Oldenburg, ist sich sicher: „Im Breitensport haben wir so einige Hochkaräter. Durch die Kraft der Auszeichnung wird das endlich auch nach außen getragen.“
Fredehorst macht den bereits informierten Vereinen Mut, sich zu beteiligen: „Perfekt muss die Bewerbung nicht sein. Falls etwas unklar ist, fragen wir einfach nach.“
Bewerbungsschluss ist am 1. Juli. Frank Kunert gibt zu bedenken: „Ab dem 27. Juni sind schon Sommerferien – und die Zeit gerade vereinsintern oft kurz.“ Beim Schreiben der Bewerbung sehe man oft erst, was der Verein alles leiste, erklärt Gebken.
Vereine wenden sich bei Fragen an Sarah Ahlers (Volksbank), Tel. 2 22 22 58.
