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Bremen spielt 1:1 gegen Schalke 04: Möhwald rettet Werder einen Punkt

31.01.2021

Bremen Vor dem Spiel hatte Florian Kohfeldt, Trainer von Werder Bremen, betont, dass er Schalke 04 den Klassenerhalt gönne – nur nicht auf Kosten seiner Mannschaft. Am Samstagnachmittag tat Werder mit einem lange Zeit schwachen Auftritt dann doch einiges dafür, dass der Traditionsverein aus Gelsenkirchen neue Hoffnung im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga hätte schöpfen können – wendete eine Niederlage dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit aber noch ab. Mit dem 1:1 (0:1) hielt die Kohfeldt-Elf (22 Punkte) den Tabellenletzten (8) weiter deutlich auf Abstand. Kevin Möhwald (77. Minute) glich den Rückstand durch Omar Mascarell aus (38.).

Die Veränderungen

Weil Davie Selke es aufgrund seiner Oberschenkel-Prellung aus dem Berlin-Spiel nicht einmal in den Kader schaffte, rückte Joshua Sargent bei Werder zurück in die Startelf. Ansonsten verzichtete Kohfeldt nach dem überzeugenden 4:1-Erfolg in der Hauptstadt auf Veränderungen in der Anfangsformation. Das bedeutete auch: Der zuletzt angeschlagene Abwehrchef Ömer Toprak war rechtzeitig fit, verteidigte zentral in der Fünferkette. Die wieder genesenen Ludwig Augustinsson und Kevin Möhwald standen zwar im Aufgebot, nahmen aber zunächst auf der Bank Platz. Bei den Gästen aus Gelsenkirchen stand Klaas-Jan Huntelaar erstmals nach seiner Rückkehr im Aufgebot und nahm die Jokerrolle ein. „Klaas-Jan hat die letzten Tage trainieren können, leider nicht voll“, sagte Schalkes Teammanager Sascha Riether vor der Partie.

Werder zu passiv in erster Halbzeit

Die Schalker, die vor dem Gastspiel an der Weser 19 Bundesliga-Auswärtsspiele in Serie nicht mehr gewonnen hatten, hatten gleich nach zwei Minuten die erste Chance der Partie. Matthew Hoppe, der fünf Tore in den vergangenen vier Partien erzielte hatte, spritzte in eine zu kurze Rückgabe, umspielte Werder-Torwart Jiri Pavlenka, schoss den Ball aber aus spitzem Winkel am Tor vorbei. Werder schoss das erste Mal nach 14 Minuten auf das Tor nach einer Kombination zwischen den beiden Stürmern Romano Schmid und Joshua Sargent, die der US-Amerikaner allerdings harmlos abschloss. Ansonsten stellten sich die Bremer erneut sehr defensiv auf, was zuletzt zwar von Erfolg gekrönt, gegen einen verunsicherten Tabellenletzten dennoch ein überraschender Ansatz war. Beide Mannschaften neutralisierten sich dadurch weitgehend. Schalke hatte zwar mehr den Ball, aber wenig Ideen – bis Amine Harit auftrumpfte. Der linke Außen wechselte die Seite, lief sich rechts frei und legte dann Ball gezielt zurück auf Mascarell, der unbedrängt zur Führung einschob (38.). Der mit Abstand beste Angriff der Partie wurde belohnt. Eine ähnliche Kombination brachte Werder offensiv nicht zustande, stattdessen spielte die Gastgeber viel zu passiv. Auch die ständigen lautstarken Anfeuerungen von Kohfeldt rüttelten das Team bis zu diesem Zeitpunkt nicht wach.

Deutliche Steigerung in zweiter Halbzeit

Und der Trainer reagierte mit einem Dreifachwechsel – eine deutliche Ansage an sein schwaches Team aus der ersten Halbzeit. In Milot Rashica, Augustinsson und Möhwald brachte er drei erfahrene Profis für die jungen Jean-Manuel Mbom, Felix Agu und Schmid. Werder kam deutlich engagierter aus der Kabine, hatte durch Toprak und zweimal Sargent (51., 53.) gleich drei gute Torgelegenheiten. Kohfeldt legte weiter nach, brachte Yuya Osako für Sargent (61.). Nun wirkten die Schalker zu passiv, ließen sich immer weiter in die Defensive bringen und erweckten den Eindruck, das Ergebnis nur irgendwie über die Zeit bringen zu wollen. Osako hatte die größte Ausgleichschance, doch Schalke-Keeper Ralf Fährmann entschärfte einen Kopfball des Japaners mit einer überragenden Reaktion (72.). Wenig später fiel jedoch der nun verdiente Ausgleich: Rashica setzte sich rechts durch, legte ab und Möhwald schoss überlegt mit rechts ins kurze Eck (77.). Ein Wirkungstreffer, denn nun taumelte Schalke erheblich. Toprak hatte die Führung auf dem Kopf, zielte aber knapp vorbei (82.). Auch Augustinsson war nahe dran am späten Bremer Sieg (86.), genau wie Rashica wenig später (87.). In der Nachspielzeit traf Maximilian Eggestein sogar noch zum vermeintlichen Sieg, sein Tor wurde aber wegen einer Abseitsstellung durch den Videobeweis aberkannt.

So geht es weiter

Lange Zeit zum Durchatmen bleibt beiden Vereinen nicht. Werder erwartet an diesem Dienstag (20.45 Uhr) den Zweitliga-Tabellenvierten Greuther Fürth im Achtelfinale des DFB-Pokals. Die Schalker versuchen an diesem Mittwoch (18.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg, das Viertelfinale des Wettbewerbs zu erreichen.

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Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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