Bremen - Am Montag zwischen den beiden Nord-Süd-Schlagern gegen Bayern München hatten alle Werder-Fußballer Zeit zum Ausruhen – bis auf einen. Kapitän Max Kruse wurde über Ostern am verletzten Oberschenkel behandelt. Ob der Stürmer bis zum DFB-Pokal-Halbfinale an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/ARD) wieder fit wird und ob sich die Bremer dann gegenüber dem 0:1 am Samstag in der Bundesliga steigern können – das sind die Fragen vor „einem der größten Spiele, das Werder in den letzten sechs, sieben Jahren hatte“, wie Trainer Florian Kohfeldt sagt.
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Es war Kruse selbst, der gleich nach dem 0:1 in München die Richtung für das zweite Duell in nur vier Tagen vorgab. „Wir müssen uns den Mund abputzen, regenerieren und am Mittwoch die Bayern zuhause schlagen. Das Pokalfinale ist unser großes Ziel“, sagte der 31-Jährige. Kruse erlitt am Samstag schon nach 37 Minuten in einem Zweikampf mit Joshua Kimmich eine schwere Prellung am Oberschenkel und hielt unter Schmerzen bis zum Abpfiff durch. „Wir hoffen, dass er uns im DFB-Pokal zur Verfügung steht“, sagte Trainer Kohfeldt.
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Die Bremer verloren durch das Tor von Niklas Süle (75. Minute) völlig verdient in München, sie spielten nach der Gelb-Roten Karte für Verteidiger Milos Veljkovic (58.) lange in Unterzahl und kassierten ihre erste Niederlage im Kalenderjahr 2019. Zudem riss die Serie der Bremer, die bislang in jedem Punktspiel der laufenden Saison mindestens ein Tor erzielt hatten. Trotzdem sind sich alle einig, dass das für das noch wichtigere Spiel im Pokal keinerlei Bedeutung hat.
Was in dem ganzen Pokal-Hype ein wenig unterging: Den Bremer Europa-League-Ambitionen in der Bundesliga hat das Osterwochenende erheblich geschadet. In 1899 Hoffenheim und Bayer Leverkusen gewannen zwei direkte Konkurrenten ihre Spiele, so dass der Rückstand auf den sechsten Tabellenplatz wieder auf vier Punkte angewachsen ist. Werder hat das schwerste Restprogramm in diesem Rennen. Nach den beiden Spielen gegen den FC Bayern geht es noch gegen Fortuna Düsseldorf (A), Borussia Dortmund (H), 1899 Hoffenheim (A) und RB Leipzig (H). Um es doch noch nach Europa zu schaffen, will Geschäftsführer Frank Baumann nach der Niederlage jetzt einfach „eine neue Serie starten“.
