BREMEN/ELSFLETH - Und wieder einmal heißt es im Lager des Elsflether TB: gut gespielt, aber knapp verloren. Die Oberliga-Handballerinnen reisten jetzt zum Tabellendritten ATSV Habenhausen, hielten hervorragend mit und unterlagen letztlich doch mit 21:24 (8:11).
In der Anfangsphase glich die Partie der tabellarischen Ausgangslage. Elsfleth reiste als Letzter nach Bremen an und geriet auch sofort ins Hintertreffen. Der ATSV setzte sich schon früh mit 10:5 ab und alles schien seinen erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch schon in den vergangenen Wochen zeichnete die Gäste ein besonderes Kämpferherz aus, indem sie sich nie aufgaben. So auch diesmal. Nach und nach verkürzten sie den Rückstand und hatten sogar noch mehrere Male Pech. Heinke Speckels scheiterte beispielsweise allein im ersten Durchgang dreimal unglücklich am Innenpfosten. Doch auch so war beim Halbzeitstand von 8:11 noch alles möglich.
Mindestens gleichwertig präsentierte sich der ETB auch zu Beginn des zweiten Abschnitts. Er holte sogar bis zum 15:16 auf und Habenhausen sah sich gezwungen, ein Team-Time-out zu nehmen. „In dieser Phase hätten wir die Partie drehen können“, berichtete Trainer Ulrich Adami. Doch nun kam es ganz bitter. Trotz Überzahlspiels unterliefen den Gästen unnötige Passfehler in der Vorwärtsbewegung, die der ATSV kompromisslos ausnutzte. Damit nicht genug, scheiterten nacheinander Viktoria Bednorz, Ayleen Breipohl und Janine Matschei freistehend an der starken gegnerischen Torfrau. So zog der Favorit wieder auf vier Tore davon und sicherte sich die zwei Punkte.
„Wir haben insgesamt ganz gut gespielt, aber trotzdem noch zu viele kleine Fehler drin gehabt“, bewertet Adami diese Niederlage. Der Trend ist aber positiv. Von Woche zu Woche zeigen die größtenteils A-Jugendlichen verbesserte Form und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis sich das auch in den Ergebnissen widerspiegelt. Besonders auffällig agierte in Bremen Jennifer Adami, die nicht nur als zwölffache Torschützin glänzte, sondern auch als tolle Zuspielerin. Zudem knüpfte auch Torfrau Tanja Dierks an die hervorragende Leistung zuletzt gegen Mühlen an. Über seine Mannschaft verliert Adami nur positive Worte: „Ich bin immer wieder begeistert, dass sie bis zum Schluss nie aufsteckt.“
ETB: Dierks, von Seggern; Adami (12/7), V. Bednorz (3), Matschei (2), Breipohl (1), Mielke (1), Speckels (1), P. Bednorz (1), Krause.
Spielstationen: 4:1 (6.), 7:3 (13.), 10:5 (22.), 11:8 (30.), 13:10 (36.), 16:15 (45.), 21:17 (49.), 24:21 (60.).
