BREMEN/FRIESOYTHE - BREMEN/FRIESOYTHE - Vielleicht ist es ja nur die sprichwörtliche hanseatische Zurückhaltung gewesen, die Werder Bremen beim internationalen U 19-Fußballturnier in Friesoythe bislang an einer vorderen Platzierung gehindert hat. Nach Rang sechs bei der Premierenveranstaltung 2001 und sogar „nur“ Platz sieben zwei Jahre später peilt der SVW-Nachwuchs bei der dritten Auflage des „LzO-Cups“ vom 12. bis 14. August im Stadion an der Thüler Straße einen Podiumsplatz an. „Wir wollen natürlich vorne mitspielen und nicht verlieren“, gibt Werder-Trainer Mirko Votava die klare Marschroute aus, um „endlich Edelmetall“ zu gewinnen. „Das habe ich den Jungs auch eindringlich mitgeteilt.“
Wie stark die Mannschaft ist, hat sie in der vergangenen Saison der Bundesliga Nord/Nordost bewiesen. Hinter dem überragenden Team von Hertha BSC Berlin belegte der Werder-Nachwuchs Platz zwei. Auch wenn die Truppe einige Abgänge verkraften musste – allen voran das altersbedingte Aufsteigen von Aaron Hunt und Junioren-Nationalspieler Jerome Polenz in den erweiterten Profi-Kader –, darf in Friesoythe mit ihr gerechnet werden.
Gleich zehn Neulinge muss Votava ins Team integrieren. Bis auf Alexander Hessel, der vom Regionalligisten 1. FC Magdeburg nach Bremen wechselte, kommen diese ausschließlich aus dem eigenen Nachwuchsbereich und kennen sich untereinander bestens.
Ob der Coach in der kommenden Saison auf die Künste des 18-jährigen Neuzugangs Amaury Bischoff von Racing Straßburg zurückgreifen kann, ist derweil fraglich. Für welche Werder-Mannschaft der französische U 18-Nationalspieler auflaufen wird, entscheidet sich erst in den kommenden Wochen. Der 1, 76 Meter große Mittelfeldmann kann sowohl bei der U 19- als auch bei den von Thomas Wolter trainierten U 23-Junioren eingesetzt werden. Ob Bischoff in Friesoythe aufläuft, steht noch nicht fest. Votava: „Das muss ich erst mit Thomas absprechen.“
Im Nordkreis besitzen die Bremer quasi Heimrecht. Nicht nur, dass hier eine „geballte Ladung“ Werder-Fans vertreten ist. Es kommen auch gleich zwei Spieler aus der Nachbarschaft. Im Mittelfeld sorgt Benjamin Epp für viel Bewegung. Der 18-Jährige erlernte das Fußball-Spielen beim VfL Oldenburg und hat sich einen festen Platz in der Auswahl-Mannschaft des Bremer Fußball-Verbandes gesichert.
Sein erstes Jahr im U 19-Team von Werder Bremen absolviert Epps früherer Oldenburger Mannschafts-Kollege Renke Pflug. Er ist neben Fabian Pieper die einzige echte Sturmspitze der Grün-Weißen. Das Talent spielte zudem schon für den FC Rastede (Landkreis Ammerland).
Mehr Informationen unter www.werder-online.de
