BREMEN - Für Thomas Schaaf gibt es zwei Möglichkeiten, nach einem Fußballspiel zu einer positiven Bewertung zu gelangen. Entweder war die Leistung seiner Mannschaft gut oder das Ergebnis stimmte. Bei Werder Bremens Pokalspiel in Dortmund passte sogar beides, und deshalb bot der 2:1-Achtelfinalerfolg durchaus Anlass zu positiver Stimmung.
„Natürlich sind wir froh, dass die intensive Arbeit nun eine Wirkung gezeigt hat“, meinte Schaaf einen Tag nach dem Einzug ins Viertelfinale. Bis auf die Anfangsphase, als die Bremer sich einem sehr munterem Gegner gegenüber sahen, fand der Trainer die „Tendenz der Vorbereitung“ bestätigt: Werder 2009 soll aktiver sein, sich nicht mehr ergeben, sondern selbst handeln. „Nach einer kurzen Phase haben wir die in der Vergangenheit bemängelte Passivität abgelegt“, lobte Schaaf denn auch seine Mannschaft.
„Bei diesen Umständen ist es nicht einfach, ins Spiel zu finden“, unterstrich Klaus Allofs den Kraftakt mit Blick auf 74 000 lautstarke Borussen-Fans und einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen. Werders Sportdirektor bezeichnete den Auftritt in Dortmund deshalb als „eindrucksvoll“. Doch auch in der Hinrunde hatte das Team immer wieder durch gute Spiele aufhorchen lassen, ehe die nächste Pleite folgte.
Bevor sich also wieder kollektive Seligkeit rund ums Weserstadion breit machen konnte, trat Schaaf auf die Bremse: „Wir haben uns Sicherheit geholt für die Bundesliga, aber es gibt noch genügend Dinge zu kritisieren.“ Er dachte an die Torchancen der Dortmunder in der zweiten Hälfte. Vielleicht dachte er auch an den Ellenbogenschlag von Hugo Almeida gegen Santana. Im Grunde genommen war dies erneut ein Fall von Undiszipliniertheit, und damit sollte ja eigentlich Schluss sein.
Beim Rückrunden-Auftakt der Bundesliga gegen Arminia Bielefeld am Sonntag (17 Uhr, Weserstadion) droht unterdessen der Ausfall von Petri Pasanen. Der Finne erlitt in Dortmund eine Fußprellung. Schaaf muss in den gesperrten Diego und Claudio Pizarro ohnehin schon zwei Spieler ersetzen, die maßgeblich am erfolgreichen Jahresauftakt beteiligt waren.
