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NWZonline.de Sport

Werder-Kolumne „Brille grün-weiß“: Beide Augen zugeschwollen: Werder taumelt und wird vorgeführt

17.08.2021

Bremen /Oldenburg Das nennt man wohl einen Wirkungstreffer. Werder taumelt, Werder wankt. Gegen Paderborn gab es mal so richtig Fratzengeballer. In Düsseldorf sind wir noch mit einem blauen Auge davon gekommen und gegen Osnabrück haben auch die Fans noch mal eins zugedrückt und die positiven Ansätze gesehen. Nach dem 1:4 und den Pfiffen im Weserstadion sind beide Augen zugeschwollen. Und vor uns tänzelt Sven Michel und ruft „I am the Greatest!“

Zugegeben, das Bild vom angeschlagenen Boxer ist etwas bemüht. Aber Fakt ist: So auf die Fresse bekommen tut auch in der Zweiten Liga weh. Nach diesem Sonntag würden wir gerne kurz auf Pause drücken und uns vergewissern, ob das alles wirklich passiert ist. Dinge, die man so nicht für möglich gehalten hätte: die Taliban übernehmen wieder die Macht in Kabul? Leider ja. Florian Kainz mit Doppelpack in der Bundesliga? Soll sich tatsächlich so zugetragen haben. Aber 300 Paderborn-Fans, die in unserem Stadion „Einer geht noch rein“ singen? Come on – nicht ernsthaft, oder?

Doch. „Vorgeführt“ heißt unsere Worum-Podcast Folge 59. Und so war es ja leider auch. Ein Spiel, das den kompletten Saisonstart, den erhofften Umbruch und das Vertrauen in die handelnden Personen offenbar endgültig in Frage stellt. Die vier Punkte fühlen sich an wie zwei. Und – wen wundert es?- auch im Stadion war der Rückhalt ziemlich schnell verschwunden. Ob Häme und höhnisches Klatschen dann die richtige Reaktion sind, muss ja jeder selber wissen. Wer allerdings nicht schnallt, dass die Beine von verunsicherten Spielern wie Mbom oder Mai dadurch nur noch mehr zittern, sollte beim nächsten Heimspiel bitte nicht mehr an der Ticketverlosung teilnehmen dürfen.

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Zur Wahrheit gehört aber auch: Unsere Transferstrategen Baumann und Fritz sollten die betretene Stille im Stadion auch gehört haben. Angst macht den Fans ja nicht nur so ein Spiel, sondern der ganze sogenannte Umbruch. Der bislang eher Abbruch oder Einbruch ist. Klar, der Kopf weiß, dass Clemens Fritz mehr im Thema drinsteckt als man selbst. Und dass es für Werder wirklich preislich einen Unterschied macht, einen Spieler am Freitag, den 13., oder Mittwoch, den 18. unterschreiben zu lassen. Und natürlich ist der Transfermarkt noch immer nicht wirklich in Wallung. Und vielleicht sind wir Fans auch manchmal zu ungeduldig. Kann sein. Aber wir wissen jetzt auch: Wenn die versprochenen Neuzugänge nicht bald kommen – oder nicht so funktionieren wie erhofft – spielen wir in Liga Zwei maximal um Platz 9. Und da bekommt das kleine grün-weiße Werder-Herz eben langsam Schnappatmung. Egal, was der Kopf so alles wissen müsste. Samstag wartet Karlsruhe. Die sind noch ungeschlagen. Da sind wir sowas wie Außenseiter. Vielleicht hilft das ja.

Bis dahin: Gute Woche, gutes Spiel!

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