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NWZonline.de Sport

Was Kohfeldt grübeln lässt

04.12.2018

Bremen Nach nur einem Punkt aus den vergangenen fünf Spielen werden die Sorgen bei Werder Bremen größer. Der so stark in die Saison gestartete Fußball-Bundesligist ist nur noch Tabellenneunter und läuft Gefahr bis zur Winterpause noch weiter durchgereicht zu werden. Trainer Florian Kohfeldt ist überzeugt, dass die Bremer ihren Abwärtstrend an diesem Freitag (20.30 Uhr) im Heimspiel gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf stoppen werden. „Freitag müssen wir gewinnen und wir werden auch gewinnen“, sagte er. Der 36-Jährige ist seit 13 Monaten Bremens Chefcoach, aktuell erlebt er die schwierigste Phase seiner Amtszeit. Die NWZ zeigt, was Kohfeldt Kopfzerbrechen bereitet.

> Löchrige Arbeit: Nur acht Gegentore kassierten die Bremer in den ersten acht Saisonspielen, Werders chronische Defensivschwäche schien überwunden. Doch mit dem 2:6-Heimdebakel gegen Leverkusen Ende Oktober traten die altbekannten Probleme wieder auf. Werder war in den vergangenen fünf Partien hinten extrem anfällig. Die 1:2-Niederlage gegen den FC Bayern am Samstag hätte weitaus happiger ausfallen können, wenn die Münchner nicht so schlampig mit ihren Gelegenheiten umgegangen wären. Schon zuvor in Freiburg (1:1) und gegen Mönchengladbach (1:3) ließen die Bremer viele hochkarätige Chancen zu. Gegen Düsseldorf muss Kohfeldt nun seine komplette Innenverteidigung umbauen: Niklas Moisander ist nach seiner Gelb-Roten Karte gegen die Bayern gesperrt, Milos Veljkovic fällt mit einem Muskelfaserriss im Hüftbeuger länger aus. Erste Alternativen dürften Routinier Sebastian Langkamp und Youngster Marco Friedl sein.

> Formschwache Spieler:
Zu viele Profis laufen dem hohen Niveau des Ligastarts hinterher. Rekordeinkauf Davy Klaassen steckt im Tief, U-21-Nationalspieler Maximilian Eggestein wirkt überspielt. Nuri Sahin ist die fehlende Spielpraxis nach einer Saison auf der Bank von Borussia Dortmund inzwischen anzumerken, im Angriff gibt Max Kruse zwar den einsatzfreudigen, aber glücklosen Alleinunterhalter. „Wir sind nicht da, wo wir mal waren“, befand Langkamp. Kohfeldt nimmt seine Schützlinge in Schutz: „Ich stelle mich weiterhin vor meine Spieler. Ich werde sie nicht infrage stellen.“

> Das Halbzeit-Problem:
Der Halbzeitpfiff bedeutet für Werder in dieser Saison nichts Gutes, denn in der Kabine geht den Bremer Spielern regelmäßig die Konzentration flöten. Sieben Gegentreffer fielen bereits in der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff. Auch am Samstag gegen die Bayern trat Bremen zu Beginn der zweiten Halbzeit lethargisch auf und kassierte prompt das 1:2 durch Serge Gnabry (50. Minute). Kohfeldt ist genervt: „Das ist nicht gut und ein großes Thema für uns. Das müssen wir besprechen.“

> Das fehlende Selbstbewusstsein:
Von der Leichtigkeit des Saisonbeginns ist nichts mehr zu sehen, die Mannschaft wirkt gehemmt und verunsichert. Nach dem Bayern-Spiel sprach es Moisander offen an. „Wir haben vielleicht ein bisschen zu viel Respekt gezeigt. Das ist das Schlimmste, was du gegen die Bayern machen kannst. Im Moment haben wir den Mut nicht“, meinte der erfahrene Finne, der am Samstag ebenfalls keine Sicherheit ausstrahlte. Kohfeldts Idealvorstellung ist, dass seine Mannschaft aktiv auftritt und selbst häufig in Ballbesitz ist. Für diese Art von Fußball ist Angst und Zögerlichkeit jedoch ein schlechter Ratgeber.

Christopher Deeken
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2031

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