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NWZonline.de Sport

Werder Kolumne „Brille Grün-Weiß“: Werders Aufstiegshoffnung legt eine Pause ein – Wir brauchen einen Schuldigen

18.10.2021

Bremen Na, toll. Echt toll. Herzlichen Glückwunsch. Wir gehen mal davon aus, dass man den Sarkasmus mitlesen kann. Den wehleidigen Unterton, wenn man zu sich selbst sagt: Gratulation zu Platz 10. Herzlichen Glückwunsch, es ist soweit! Werder hat es mal wieder geschafft. Wir glauben nicht mehr an den Aufstieg. Stand jetzt.

Denn mal ernsthaft: Eine Mannschaft, die eine Rolle im Aufstiegsrennen spielen will, braucht an einigen Punkten Verlässlichkeit. Da wäre zunächst: Spielglück. Haben wir ab und zu mal, aber eher häufiger nicht. Entschlossenheit. Zeigt sich hier und da mal, aber wird dann in beängstigender Regelmäßigkeit abgelöst von unerklärlicher Rammdösigkeit und Phlegma. Ehrgeiz. Wollen wir der Mannschaft gar nicht absprechen – oder vielleicht doch?Und vor allem: Konstanz. Und da haben wir den Salat. Konstanz ist bei Werder nach wie vor nicht existent. Du willst um den Aufstieg mitspielen? Dann musst du dich in der Tabelle oben festbeißen. Und dann darfst du eben nicht wieder und wieder Leistungen abliefern, die wirken, als wenn du bis vor 20 Minuten noch gar nicht wusstest, das heute schon wieder ein Liga-Spiel ansteht.

Das Problem scheint nach wie vor das Spielsystem zu sein. Es wirkt weiter so, als wenn die Mannschaftsteile nicht wirklich ineinander greifen, spätestens im letzten Drittel macht Werder den Eindruck, als sei der Mann mit Ball die ärmste Sau. Und wenn man mal ehrlich ist, dann war das über weite Strecken auch in den Spielen der Fall, die Werder gewonnen hat.

Trotzdem sind sich die Verantwortlichen keiner Schuld bewusst: Kader ist gut zusammengestellt, für das defensive Mittelfeld gibt es genügend Spieler, die die Rolle gut spielen können. Aber wer oder was ist dann Schuld? Wir Fans brauchen Schuldige. Wir brauchen Erklärungen. Wir brauchen einen Sündenbock. Wie wäre es mit dem Trainer? Au ja, scheinen zumindest einige Fans in den sozialen Medien zu denken. Und sich bewusst oder unbewusst einen Verein zu wünschen, der in Zukunft nicht nur auf dem Platz, sondern auch in allen anderen Bereichen panischen Aktionismus walten lässt. Auch irgendwie nicht die Lösung.

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So weit sind wir beiden jedenfalls noch nicht. Wir machen erstmal nur eine Pause mit der Aufstiegshoffnung. Aber, liebes Werder. Lass‘ es Dir eine Warnung sein: Auch unsere Geduld ist endlich. Und wenn das so weiter geht, dann singen wir beim Heimspiel gegen St. Pauli nur noch halb so laut. Für das Auswärtsspiel gegen Sandhausen am kommenden Wochenende rechnen wir eigentlich mit gar nichts mehr. Es fühlt sich nach klarer Niederlage ohne Torchancen an. Und so unstet wie Werder sich diese Saison bislang immer gezeigt hat, wird es ein souveräner Auswärtssieg, mit drei Toren Unterschied.

Gute Woche – gutes Spiel!

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