BREMERHAVEN - 125 Tage vor dem Start zum größten maritimen Volksfest an der deutschen Nordseeküste nimmt die Sail 2010, zu der vom 25. bis 29. August mehr als eine Million Besucher erwartet werden, konkrete Formen an. Noch nie haben sich so viele Schiffe angemeldet. In den Häfen der Seestadt und an den Anlegern der Stromkaje, wo früher die Seebäderschiffe nach Helgoland in See stachen, werden mehr als 220 Segel-, Motor- und Dampfschiffe festmachen. Damit werden wir unseren Besuchern nicht nur eine eindrucksvolle Kulisse, sondern auch eine Vielfalt historischer Schiffstypen bieten können, freute sich am Mittwoch bei einer ersten Sail-Pressekonferenz auf dem früheren Eisbrecher Wal Artur Beneken, Vorsitzender des Organisationskomitees.
Die wohl wichtigste Neuerung bei dieser achten großen Sail in Folge dürfte der Verzicht auf die abschließende Windjammerparade auf der Weser sein. Statt dessen gibt es erstmals ein Sail-In. Die ersten großen Schiffe erwarten wir am Eröffnungstag zwischen 10 und 11 Uhr auf der Weser. Sie fahren vom Außenquartier am Leuchtturm Roter Sand aus in einer Formation in Richtung Bremerhaven. Dort sehen wir sie dann hoffentlich unter vollen Segeln, ein Bild, das sich wegen der ungünstigen Windrichtung bislang am Abschlusstag nur selten bot, erklärte Heino Tietjen, Chef des Sail-Organisationsbüros.
Bereits dann, aber auch an allen folgenden Tagen nehmen viele Segelschiffe Gäste mit. Wer will, kann von Amsterdam aus mit nach Bremerhaven fahren. An Bord gehen können Gäste ebenfalls an allen Veranstaltungstagen. Mehr Informationen dazu gibt es im Internet.
Ob die Bundeskanzlerin zu einer kurzen Visite an die Weser kommt, bleibt abzuwarten. Ihr Vorgänger Gerhard Schröder war 2005 dabei.
