BRETTORF - Die Eintrittskarten werden bereits verkauft. Am 10. und 11. März wird der TV Stammheim in der „Scharrena“ genannten, ganz neuen Sporthalle in Stuttgart, die zur Mercedes-Benz-Arena gehört, die deutsche Hallenfaustballmeisterschaft der Männer ausrichten. Auf der Internetseite der Deutschen Faustball-Liga (DFBL) haben also auch die Anhänger des Ahlhorner SV und des TV Brettorf schon die Möglichkeit, Sitzplätze zu reservieren. Die Trainer Thomas Neuefeind (ASV) und Klaus Tabke (TVB) hoffen, dass die Fans dann ihre Mannschaften im Titelrennen erleben. „Das Saisonziel ist klar gesteckt“, bestätigt Neuefeind. „Wir wollen zur DM. So arbeiten wir, und so sind wir auch drauf.“ Tabkes Ziel ist gleich, er formuliert es aber zurückhaltender. „Wir wollen möglichst die DM-Qualifikation schaffen. Das soll eine atemberaubende Halle sein, in der wir gerne einmal spielen würden“, sagt er. Um in der 2000 Zuschauer, die um das Spielfeld verteilt sind, fassenden Arena antreten zu können, müssen sich die Landkreis-Teams einen Platz unter den ersten Drei der Nordstaffel der Bundesliga sichern.
Für die Anhänger der Ahlhorner und der Brettorfer bietet sich zum Saisonstart die Gelegenheit, einen ersten Eindruck davon zu gewinnen, ob es sich vielleicht lohnen könnte, sich rechtzeitig Tickets für die DM-Endrunde zu sichern. An diesem Sonnabend eröffnen die Landkreis-Teams mit Heimspielen die Saison 2011/2012. Der ASV hat ab 16 Uhr den TK Hannover zu Gast in der Halle Am Lemsen, der TVB trifft am Bareler Weg auf den VfK Berlin.
Nur sechs Mannschaften starten in der Nordstaffel. Neuefeind und Tabken erwarten einen Vierkampf um die drei DM-Plätze. Außer ihren Teams sind der MTV Hammah und der VfK Berlin die Anwärter. Und sie erwarten ein spannendes Rennen. „Wenn es ganz schlimm kommt, entscheidet am Ende das Ballverhältnis. Du wirst jede Partie, ja jeden Satz, hochkonzentriert und mit Volldampf spielen müssen“, erklärt Neuefeind.
Der ASV-Trainer möchte natürlich mit einem Erfolg in die Saison starten. Die erste Aufgabe sei allerdings schwer zu lösen, so Neuefeind. Die Hannoveraner sind ein spielstarkes Team, das zudem mit seiner Aufstellung überraschen kann. So ist offen, ob der ehemalige Nationalspieler Ole Herrmanns im Angriff aufläuft. Oder: In einem Vorbereitungsturnier trat der 46-jährige Martin Becker, dreifacher Weltmeister und lange Zeit bester Angreifer der Welt, für den TKH an, berichtet Neuefeind. „Wir wissen also nicht genau, was uns erwartet“, sagt er. Ihm fehlt an diesem Sonnabend ein Spieler seines Kaders. Nils-Christoffer Carl ist beruflich verhindert.
TVB-Trainer Tabke sieht sein Team in der Außenseiterrolle. „Die Berliner sind für mich sogar der Liga-Favorit“, sagt er über den VfK. In dessen Reihen stehen in Angreifer Lukas Schubert und Abwehrspieler Olaf Ball zwei Aktive, die mit dem Brettorfer Christian Kläner in diesem August in Österreich Weltmeister geworden waren. Es sind aber nicht nur die Einzelspieler, die Tabkes Einschätzung begründen. „Der VfK spielt seit Jahren unverändert zusammen. Da weiß jeder, wie sich der andere bewegt. Das ist gerade im Zuspiel, das in der Halle noch wichtiger ist als auf dem Feld, ein großer Vorteil.“ Trotzdem: „Natürlich wollen wir gewinnen“, sagt der TVB-Trainer und bleibt doch vorsichtig. Das Problem sei, dass die erfolgreiche, aber sehr lange Feldsaison – der TVB wurde Deutscher Vizemeister – seinen Spielern noch in den Knochen steckt.
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