Brettorf/Ahlhorn - Eine Punktlandung schaffte die weibliche Jugend U 14 des TV Brettorf bei der Deutschen Meisterschaft im Hallenfaustball: Eine Medaille hatten sich die Brettorferinnen in Merseburg als Ziel gesetzt, mit Bronze kehrten sie am Sonntag zurück. Die U-14-Schüler des Ahlhorner SV mussten sich in Selsingen mit dem vierten Platz begnügen.

„Wir sind mehr als zufrieden“, waren sich die beiden Brettorfer Trainerinnen Silvia Düßmann und Sabrina Rohling nach den zwei anstrengenden Tagen in Sachsen-Anhalt einig. Lediglich eine Niederlage kassierten die TVB-Schülerinnen, und diese im Halbfinale gegen den späteren Deutschen Meister TSV Bayer Leverkusen. „Für uns ist die Bronzemedaille ein großer Erfolg. Damit haben wir uns im Vergleich zum vergangenen Jahr, als wir Vierter geworden sind, gesteigert“, meinte Sabrina Rohling.

In der Vorrunde sicherten sich die Brettorferinnen mit drei Siegen gegen den TSV Schönberg (12:10, 11:4), TSV Gärtringen (11:5, 11:4) und TSV Karlsdorf (11:4, 11:5) sowie einem Unentschieden gegen den Gastgeber MSV Buna Schkopau (11:5, 10:12) den Gruppensieg und somit den direkten Einzug ins Halbfinale. Dort wartete dann der TSV Bayer Leverkusen, den Brettorf auf der Norddeutschen Meisterschaft noch bezwungen hatte. „Diesmal hatte sich Leverkusen aber sehr gut auf uns vorbereitet“, sagte Düßmann. Gegen einen sehr starken Gegner musste sich der TVB klar mit 5:11 und 6:11 geschlagen geben. „Unsere Abwehr war noch ganz gut, aber mit dem Angriff sind wir kaum durchgekommen. Der Sieg für Leverkusen war verdient“, sagte Rohling.

Doch wer nach dieser Niederlage gedacht hatte, die Brettorferinnen würden die Köpfe hängen lassen, sah sich getäuscht. „Unsere Mädels waren extrem willensstark. Sie wollten das Spiel um Platz drei und somit die Bronzemedaille unbedingt gewinnen“, lobten Düßmann und Rohling die tolle Einstellung ihrer Spielerinnen. Sie ließen dem Güstrower SC im kleinen Finale beim 11:3, 11:4 nicht den Hauch einer Chance. Im hochklassigen Endspiel setzte sich Leverkusen gegen den MTV Wangersen mit 2:1 durch (6:11, 15:13, 11:9). Für den TV Brettorf kamen zum Einsatz: Lena Luthardt, Leonie Steenken, Pia Holtmann, Rike Bode, Luisa Koletzek, Ida Hollmann, Hannah Aschenbeck und Jule Weber.

Bei der männlichen Jugend U 14 schrammte der Ahlhorner SV denkbar knapp an einer Medaille vorbei. Dabei begann das Turnier für die Mannschaft des Trainer-Duos Achim Kuwert-Behrenz und Frank Bögershausen am Sonnabend ebenfalls nach Plan. Zwar musste Ahlhorn in den Vorrundenpartien gegen den DM-Ausrichter MTSV Selsingen (11:7, 4:11) sowie gegen die Berliner Turnerschaft (11:2, 8:11) je einen Satz abgeben, doch die 2:0-Erfolge gegen den TV Segnitz (11:3, 11:9) und TV Wünsch­michelbach (11:9, 13:11) reichten aus, um mit 6:2 Punkten Gruppensieger vor Segnitz (5:3) und Wünschmichelbach (6:2 zu werden).

Im Halbfinale wurde der ASV-Express dann aber vom TV Vaihingen/Enz in drei Sätzen gestoppt (9:11, 13:11, 4:11). Die Bronzemedaille war trotzdem noch greifbar, doch konnte Ahlhorn im kleinen Finale den TV Segnitz kein zweites Mal bezwingen. Diesmal setzten sich die Süddeutschen knapp durch (7:11, 10:12). ASV: Jan Kalischewski, Daniel Maier, Richard Bögershausen, Rafael Drenske, Dennis Stoll, Nico Wagner, Rafael Nordbrock, Melvin Rieken, Jan Gißler und Tobias Martens.