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NWZonline.de Sport

Tour De France: Deutsche Hoffnung drängt ins Vorderfeld

04.07.2019

Brüssel Eine Nacht im heimischen Bett gönnte sich Emanuel Buchmann noch, dann brach die deutsche Klassementhoffnung nach Brüssel zu seinem bisher größten Tour-Abenteuer auf. Der Ravensburger nimmt die Mission „Top 10“ trotz schmaler Brust mit großem Selbstvertrauen in Angriff. „Ich sehe keinen Grund, warum es nicht klappen soll. Das Ziel ist vollkommen realistisch“, sagte Buchmann.

Genau zehn Jahre ist er her, dass ein deutscher Radprofi bei der Frankreich-Rundfahrt ein solches Resultat erreichte: 2009 wurde Andreas Klöden Fünfter. Nun ist Buchmann reif für eine ähnliche Leistung, glaubt nicht nur Ralph Denk, sein Teamchef bei Bora-hansgrohe. „Ich bin voll überzeugt. Emanuel macht einen sehr guten Eindruck“, sagte Denk. Mannschaftskollege Marcus Burghardt traut dem stillen Oberschwaben sogar den Sprung unter die besten Fünf zu. „Wenn er die Form hat wie bei der Dauphine, sieht’s wirklich gut aus“, sagte der Routinier mit der Erfahrung aus zehn Tour-Teilnahmen. Beim achttägigen Härtetest im Südosten Frankreichs hatte Buchmann als Gesamt-Dritter geglänzt.

Den Tour-Feinschliff holte sich der beste deutsche Kletterer in einem Höhentrainingslager im italienischen Livigno – mit Freundin, damit er sich nicht ganz so einsam fühlt. Weil er in Frankreich sieben Mal auf über 2000 Meter klettern muss, hat Buchmann den Schwerpunkt stärker als sonst auf diese Trainingsform gelegt. „Mir tut die Höhe extrem gut, für mich ist es das Beste“, sagte er.

Ab Samstag wird Buchmann bei seiner vierten Tour im Fokus stehen wie noch nie in seiner Laufbahn. Mancher Beobachter fragt sich, ob der freundliche, aber manchmal einsilbige Radprofi dieser Aufmerksamkeit standhält. „Emu ist anders, als man ihn in der Öffentlichkeit kennt. Es stresst ihn nicht“, sagte Denk und ergänzte: „Wenn die Tür zu ist, dann hat er Leaderqualitäten. Er weiß, was er will und sagt das auch.“

Bevor Denk seinen Tour-Kapitän Buchmann, der bei Bora mit dem Österreicher Patrick Konrad eine Doppelspitze bildet, in das ehrgeizige Projekt schickte, wurde das vergangene Jahr intensiv analysiert. Bei der Vuelta in Spanien etwa lag Buchmann zunächst gut im Rennen, ehe ein schwacher Tag ihn aus dem Rhythmus brachte. „Wir wussten, er hat sich schwer getan mit Tempowechseln. Daran haben wir gearbeitet“, erklärte Denk.

Deshalb ist der Buchmann 2019 ein ganz anderer als das Modell 2018. Er fährt aggressiver, traut sich mehr zu und hat auch seine Zeitfahrfähigkeiten verbessert. „Wenn man stärker ist und sich stärker fühlt, dann macht es einen Unterschied und dann fährt man auch offensiver. Das hat sich einfach über die Jahre entwickelt“, sagte Buchmann, der im Frühjahr im Baskenland seine erste Etappe auf World-Tour-Niveau gewann.

Und ihm hat die Konkurrenz des deutschen Meisters Maximilian Schachmann im eigenen Team gut getan. „Belebend“ sei diese, findet Denk. Auch bei der Tour?

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