Budapest/Hude - Budapest ist eine Reise wert – das dachten sich Andreas Lehmkuhl und Andreas Wienholz vom TV Hude. Die beiden Tischtennisspieler nahmen an der Senioren-Europameisterschaft in der ungarischen Hauptstadt teil. Eine Qualifikation war im Vorfeld der EM nicht erforderlich. Insgesamt waren rund 3500 Aktive am Start.

„Es hat Spaß gemacht! Im Grunde ist es ein Urlaub, bei dem man die EM als Anlass nimmt, um dort hinzufliegen“, sagt Andreas Lehmkuhl. „Das Sportliche war nicht das Entscheidende. Vielmehr machen die tolle Stimmung, die fairen Spiele sowie das Drumherum den Reiz aus.“

Das Huder Duo ging in der Altersklasse 40 ins Rennen und machte seine Sache durchaus gut. Wienholz gelang in seiner Vorrundengruppe immerhin ein 3:0-Sieg gegen den Italiener Sebastiano Tuccitto. Die 0:3-Niederlagen gegen den Ungarn Zolt Orbán und den Österreicher Uwe Förtsch verhinderten jedoch ein Weiterkommen. Als Gruppendritter ging es für Wienholz in der Trostrunde weiter. Dem starken slowenischen Linkshänder Blaz Vodlan musste er sich in drei Sätzen beugen und schied somit aus.

Lehmkuhl blieb in seiner Gruppe ein Einzelerfolg leider vergönnt. Sowohl gegen den hochgehandelten Tschechen Richard Sváb (1:3) als auch gegen den Türken Ertan Hüner und den Polen Ryszard Berka (jeweils 0:3) war für den Huder nichts zu ernten. In der Trostrunde mischte er gegen Dietmar Stubenvoll aus Österreich zwar etwas besser mit, kassierte jedoch ein 1:3 nach Sätzen und war im Einzel fortan Zuschauer.

In der Doppel-Vorrundengruppe erwies sich die Auftakthürde für das Huder Gespann als deutlich zu hoch. Auf Wienholz und Lehmkuhl warteten mit dem Türken Saim Polatkan zum einen der ehemalige Senioren-EM-Zweite von 2015 sowie mit dem Ungarn Karoly Nemeth ein früherer WM- und Olympia-Teilnehmer. Mehr als eine kostenlose Lehreinheit sprang für die krassen Außenseiter aus Hude beim 0:3 nicht heraus. Anschließend blühte das TVH-Duo auf und feierte einen Dreisatzsieg gegen die Engländer Gary Masters und Ross Baldwin. Das 0:3 gegen die Tschechen Chaloupka/Marsík beförderte Wienholz und Lehmkuhl schließlich in die Trostrunde.

Die nächste Etappe war ein 3:0-Achtungserfolg gegen Yann Nouyout und Piere Pichot aus Frankreich. Ausgerechnet gegen die ebenfalls aus Niedersachsen angereisten Volkmar Raudszus (Lunestedt) und Rainer Lepke (Bergen bei Celle) war die EM nach einem 0:3 wenig später für die beiden Huder Vertreter beendet.

„Es war eine gute Veranstaltung, wobei ich die Organisation in Tampere vor vier Jahren noch etwas besser fand. Es gab aber auch jetzt nichts zu kritisieren, und Budapest ist eine wirklich schöne Stadt“, erklärte der bereits erfahrene „Tischtennis-Tourist“ Lehmkuhl.