Oldenburg - In einem nicht unbedingt schönen Finale des diesjährigen „Erdinger-Cups“ im Rahmen der Oldenburger Stadtmeisterschaften im Hallenfußball hat BW Bümmerstede durch ein 2:0 im Endspiel gegen Geheimfavorit FC Medya seinen Titel verteidigt. Im Neunmeterschießen um den dritten Platz setzte sich der SV Eintracht gegen den Türkischen SV mit 2:1 durch.

Trauriger Höhepunkt des Endspiels war die Rote Karte gegen einen Medya-Spieler wegen einer Tätlichkeit. Danach spielte das Team fast acht Minuten in Unterzahl. „Das Finale haben wir selbst vergeigt. Die Rote Karte war leider berechtigt, die Aktion hätte nie passieren dürfen. Danach waren wir in Unterzahl chancenlos“, sagte Medya-Coach Erol Yurt, der mit Bümmerstedes Dominique Tummescheit Torschützenkönig wurde. Sie erzielten jeweils vier Treffer. Zum besten Keeper wurde Everstens Holger Hatzler gekürt.

Die ehrgeizigen Bümmersteder um Patrick Zierott machten von Anfang an deutlich, dass sie ihren Titel unbedingt verteidigen wollten. Nur im ersten Gruppenspiel hatte der Favorit Probleme und unterlag Eversten 0:2. Danach dominierte der Titelverteidiger mit seinem robusten Einsatz und aggressiven Zweikämpfen die restlichen Gruppenspiele und qualifizierte sich vor Eintracht für das Halbfinale. Den mit zwei Siegen gut gestarteten Everstern ging am Ende die Luft aus.

In der anderen Gruppe verlor Medya zwar gegen den TSV, landete aber letztlich doch vor dem Rivalen auf Rang eins. Dritte wurden die Ofenerdieker, die bei den beiden vergangenen Austragungen erst im Finale den Kürzeren gezogen hatten. Das Team von Kai Lösekann stand diesmal neben sich und schoss in seinen ersten drei Partien „nur Luftlöcher“. Bloherfelde und Post waren chancenlos.

Im Halbfinale hatte sich der FC Medya gegen den SV Eintracht mit 2:0 durchgesetzt. Bümmerstede hatte den TSV 1:0 bezwungen. Auch hier hatte es eine Rote Karte gegeben – ein TSV-Spieler musste wegen Schiedsrichterbeleidigung früher unter die Dusche.