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KEGELN Geselliges Treffen weckt Erinnerungen

BüMMERSTEDE - Gekegelt wurde diesmal nicht. Die fünf treuen Clubs waren zum geselligen Abendessen eingeladen worden.

von sarah tebbe

BÜMMERSTEDE - Anlass war das 40-jähriges Bestehen: Seit 40 Jahren gibt es die Kegelbahn im Bümmersteder Krug, und genauso lange treffen sich hier fünf Kegelclubs regelmäßig zum geselligen Sport. Ein Grund für Gastwirt Erwin Abel, sie alle zu einem Abendessen einzuladen. Das ließen sich die Clubs „Die Holzfäller“, „Die Flotte 14“, „Barrakudas“, „Gut Schwung“ und „Der Club ohne Namen“ nicht zweimal sagen.

An die Anfänge kann sich Edeltraud Wollny noch ganz genau erinnern. „Am 21. September 1965 haben wir uns hier zum ersten Mal zum Kegeln getroffen“, erzählt die mit 70 Jahren jüngste der sieben „Holzfäller“. Im Gegensatz zu den anderen Clubs kegeln hier übrigens Frauen und Männer zusammen. Kennen gelernt haben sich die ehemals 18 Kegler durch ihren damaligen Arbeitgeber. „Wir waren alle bei AEG“, erklärt Kegelvater Rudolf Kupfermann. Schade findet der 84-Jährige, dass der Club nie Nachwuchs für den Kegelsport begeistern konnte. „Die jüngeren Kollegen in der Firma hatten einfach kein Interesse am Kegeln.“

Die Frauen der „Flotten 14“ und die männlichen Kegler der „Barrakudas“ spielen im Gegensatz zu den Holzfällern lieber getrennt. „Die Männer möchten nicht die ganze Zeit unter Kontrolle sein und wir auch nicht“, erklärt Liesel Lücke, Kegelmutter der mittlerweile nur noch zwölf Mitglieder. Nur die Kohlfahrten oder Wochenendausflüge machen die beiden Clubs zusammen.

Auch Helmut Neumann, Mitglied der „Barrakudas“, genießt die Gesellschaft seiner elf Kegelbrüder sehr. „Wir haben viel zusammen erlebt. Früher haben wir sogar ab und zu auch mal ein paar Turniere gespielt. Aber jetzt kegeln wir nur noch aus reinem Vergnügen“, sagt der Kegelvater, der sich besonders auf die alljährliche Grünkohlfahrt freut.

Eine Kuriosität ist der Männerkegelclub „Ohne Namen“. „Fünf von unseren zehn Mitgliedern heißen Dieter“, erklärt Dieter Förster, der einer der wenigen Spieler ist, der tatsächlich seit 40 Jahren dabei ist. Nicht nur in seinem Club sind die meisten der Kegler erst später dazugekommen. „Obwohl dieser Club schon seit so langer Zeit besteht, haben wir es dennoch nie geschafft, einen Namen zu finden“, erklärt der 65-jährige Pensionär. Ein großes Ereignis, auf das sich der gesamte Club alle zwei Jahre freut, ist die Kegeltour. „Das letzte mal waren wir vier Tage in Prag. Natürlich ohne unsere Frauen“, sagt Förster. Die durften dafür aber am Sonntag mit zum Abendessen.

Die Mitglieder des Frauenkegelclub „Gut Schwung“ schätzen dagegen eher das gemeinsame Klönen, wenn gekegelt wird. „Da wird dann schon mal das ein oder andere kleine Schnäpschen getrunken“, verrät Elfriede Richter. „Bis vor einigen Jahren sind wir alle auch mal für ein Wochenende weggefahren, aber mit dem Alter ist das immer seltener geworden“, sagt 84-jährige rüstige Rentnerin. Gemeinsame Spargelessen oder Grünkohlfahrten lassen sich die zehn Damen dennoch nicht entgehen.

Einen besonderen Trinkspruch hat übrigens keiner der Clubs. Beim zuprosten heißt es einfach: „Gut Holz“.

„Wir haben

viel

zusammen

erlebt“

Helmut Neumann
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