BURHAVE - BURHAVE/ES - Gestern vor 100 Jahren wurde Werner Eymers in der alten Mühle in Burhave geboren. Zum Gedenken ist deshalb Sonntagvormittag die Familie am Grab des 1995 Verstorbenen auf dem Burhaver Friedhof zu einer Andacht zusammengekommen. Eymers ist vielen Butjentern – vor allem den Turnern – noch ein Begriff.
Eymers hat sich neben seinen Verdiensten in der Pflege von Traditionen vor allem für das Turnen interessiert. In seinen besten Zeiten gehörte er sogar der Kunstturnerriege des Bezirkes Oldenburg an. Er errang in der Region viele Titel und Siege. Überregional gewann er jedoch nur beim 1. Landesturnfest in Verden. Mit einigen Freunden war er damals mit dem Fahrrad nach Verden gefahren und alle hatten Pokale gewonnen.
Eymers erlernte mit Leidenschaft und Akribie in Butjadingen und im Jeverland den Beruf des Landwirts und übernahm schließlich den Hof der Eltern an der Burhaver Straße, den sein Vater noch neben der Burhaver Mühle betrieben hatte. Doch 1934 musste er den Betrieb aufgeben und Butjadingen verlassen.
Sein Traum war aber auch weiterhin ein eigener Hof, und er hoffte auch eine glückliche Zukunft im Emsland. Doch der Krieg machte den Plänen ein Ende. So schaute sich Eymers um und zog nach Westerstede, dem Geburtsort seiner Frau Gretchen.
Hier arbeitete er zunächst in einem Sägewerk, bevor er Herbergsvater in der Hössen-Sportanlage wurde. Er machte damit seine Leidenschaft zum Beruf – jeden Tag mit dem Sport und jungen Sportlern zu leben. Schließlich konnte er 1954 sogar eine Stelle an der gerade erst gegründeten Landesturnschule in Melle bei Osnabrück ergattern. Hier lebte er auch bis zu seinem Tode 1995.
Eymers hat die Liebe zu seiner Heimat Butjadingen nie losgelassen. Immer hatte er darunter gelitten, dass er weggehen musste.
Dass Werner Eymers einen sehr eigenen Kopf hatte, steht auch in seinen Erinnerungen geschrieben. In der Zeit als einfacher Marinesoldat auf der Insel Borkum hat er sich vor allem um die Deichsicherung verdient gemacht. Jedoch hatte er Ärger mit dem zuständigen Ortskommandanten, der es bald bereute, sich mit Eymers angelegt zu haben. Schließlich schaffte es Eymers, dass sein Vorgesetzter nach Norwegen „strafversetzt“ wurde.
