BURHAVE - Kommandos wie „Klar zur Halse“ oder „Ree“ werden nicht zu hören sein, denn die Skipper nehmen alle Aktionen selbst per Knopfdruck oder Hebeljustierung vor. Dabei haben sie auch festen Boden unten den Füßen. Nach einjährigen Pause findet am Sonnabend und Sonntag, 9. und 10. April, eine Deutsche Ranglisten-Regatta für IOM-Modellsegelboote in der Burhaver Nordseelagune statt.

Veranstalter ist der im Deutschen Segler-Verband organisierte Verein Deutscher Modell-Yacht-Segler (VDMYS). Der Einladung von Organisator Max Lehmann, VDMYS-Jugendobmann und seit 30 Jahren Leiter einer Segelschiffmodell-AG an der Luisenhof-Schule in Nordenham, sind 14 Segler gefolgt. Da parallel eine Ranglisten-Regatta bei München stattfindet, sind diesmal nur Teilnehmer aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg dabei.

Dankbar ist Max Lehmann über die Hilfe der RC-Segelfreunde – RC steht für „Radio Controled“ (funkferngesteuertes Segeln) – aus Bremen. Sie unterstützen ihn mit Equipment (Bojen, Observern und Rechenzentrum) sowie Manpower (Start-Ziel-Beobachtern). Zudem steht der erfahrene Regattaleiter Dieter Lagemann aus Hamburg dem Organisator zur Seite.

Bei den Modellsegelbooten handelt es sich um Hightech-Sportgeräte. Der Klassenname IOM steht für International One Meter. Dies bedeutet, dass die Modelle eine Gesamtlänge von einem Meter haben. Ihr Tiefgang beträgt 42 Zentimeter. Es ist eine maximale Segelfläche von 0,5 Quadratmeter erlaubt.

Angetrieben werden die Modellsegelboote ausschließlich vom Wind. Über die Fernsteuerung können die Segel und das Ruder bedient werden. Gesegelt wird nach den international gültigen Regattaregeln, wie sie auch für die großen Segelboote gelten.

Die Regatta startet am Sonnabend um 10 Uhr. Die letzte Fahrt an dem Tag ist für 16 Uhr geplant. Am Sonntag wird die Regatta ab 10 Uhr fortgesetzt. Um 14 Uhr erfolgt der letzte Startschuss. Die Modellsegler hoffen auf gute Windbedingungen und viele interessierte Zuschauer.