Cloppenburg - Serie auf dem Prüfstand: Nach drei unter dem Strich überzeugenden Heimerfolgen spekulieren die Regionalliga-Fußballer des BV Cloppenburg auf den vierten Streich im eigenen Stadion. An diesem Freitag (Anstoß 18 Uhr) stellt sich die punktgleiche Reserve des Hamburger SV an der Friesoyther Straße vor.

„Das ist der bislang stärkste Heimspiel-Gegner. Die Hamburger sind allesamt taktisch und technisch perfekt ausgebildete Fußballer. Kommen sie einmal ins Rollen, kann es für den Gegner schon zu spät sein“, sagt Jörg-Uwe Klütz. Der Cloppenburger Trainer hat riesigen Respekt vor den „HSV-Bubis“, die ein Durchschnittsalter von deutlich unter 20 Jahren aufweisen.

Wie genau er sein Team einstellen wird, darüber war sich Klütz am Donnerstag vor dem Abschlusstraining noch nicht vollkommen im Klaren. „Eine robuste Zweikampfführung, hohe Laufbereitschaft und geschicktes Verschieben“, will Klütz auf jeden Fall von seinen Mannen sehen. Aller Voraussicht nach wird der BVC-Coach das eigene Torverhältnis von 15:18 – der BVC kassierte die meisten Gegentreffer und traf selbst am zweithäufigsten von allen Regionalligisten – zum Anlass nehmen, um das Hauptaugenmerk zunächst auf die Sicherung des eigenen Tores zu legen. Den Fans könnte also eine Geduldsprobe bevorstehen.

Welche Elf er zum Anstoß auf den Platz schickt, verriet der Artländer nicht. „Keiner hat einen Freifahrtschein. Im Training wird Gas gegeben. Es gibt mehrere Positionen, die ich noch genau überdenken werde“, heizt Klütz den internen Konkurrenzkampf an.

Vorne neben Rogier Krohne könnte Lincoln Assinouko anstelle des bemühten, aber glücklosen Tim Wernke auflaufen. Um die Position auf der rechten Außenbahn rangeln Bernd Gerdes und Mehmet Kodes. Unterdessen wird der BVC erneut mit Co-Trainer Mario Neumann als Ersatzschlussmann auf der Bank ins Spiel gehen.

Immerhin trainierte in dieser Woche mit dem früheren HSV-Juniorenspieler Edgar Zinn ein Nachwuchstorwart beim BV Cloppenburg mit. „Wir loten die Möglichkeit einer Verpflichtung aus“, so Klütz.