Oldenburg - Das Wochenende wird sportlich: Die Oldenburger Capoeira-Gruppe „Cordão de ouro“ lädt zu einem Workshop ein. Er startet an diesem Freitag von 18 bis 19.30 Uhr mit einem offenen kostenlosen Training für alle, danach geht es noch bis 22 Uhr weiter. 90-minütige Trainingseinheiten mit Meistern aus mehreren Ländern stehen am Sonnabend von 10 bis 18 und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr auf dem Programm.

Capoeira ist ein aus Brasilien stammender Kampfsport. Unter Einfluss afrikanischer Tänze entstand diese Kampfkunst dort während der Zeit der Sklaverei. „Es erinnert an eine Kombination aus Kampfsport und Breakdance“, so Matthias Schulden, Mitglied der Oldenburger Gruppe und Leiter eines Capoeira-Kurses an der Universität. Während des Trainings werden zunächst einzelne Tritte, Ausweichmanöver und weitere Techniken geübt. Zum Abschluss spielen in einem Kreis, der „Roda“, jeweils zwei Leute miteinander. „Beim Capoeira heißt es nicht Kämpfer, sondern Spieler“, erklärt Schulden. Es komme sehr stark auf Kommunikation an, man müsse den anderen lesen lernen. Die übrigen Mitglieder der Gruppe stehen um die Spieler herum und begleiten sie mit Gesang und Musikinstrumenten. Dabei entstehe eine tolle Energie, so Schulden.

Der Workshop am Wochenende ist für jeden offen, auch nur Zuschauen ist erlaubt. Abgerundet wird das Programm am Sonnabend mit einer öffentlichen Party im Polyester ab 21 Uhr.

Seit 15 Jahren gibt es die Oldenburger Capoeira-Gruppe, seit 2004 unter der Leitung des Brasilianers Mestre Amapá. Das jüngste Mitglied der Oldenburger Gruppe sei gerade mal fünf Jahre alt, das älteste über 50, erzählt Matthias Schulden. Trainiert wird immer montags und mittwochs, jeweils von 19 bis 20.30 Uhr in der Turnhalle der Heiligengeisttor-Schule, Ehnernstraße 8. Dort findet auch der Workshop statt. Anmeldung und weitere Fragen per E-Mail an capo.oldenburg@gmail.com.

Jana Budde
Jana Budde Redaktion Wildeshausen