Cloppenburg - Die in der dritten Liga spielenden Volleyballerinnen des TV Cloppenburg haben am Sonnabend eine deutliche Heimniederlage kassiert. Die Mannschaft von Trainer Panos Tsironis verlor gegen die nach einem Jahr freiwillig aus der zweiten Liga zurückgekehrte SG Marmagen-Nettersheim 0:3 (18:25, 22:25, 10:25).
Es war nicht der Tag der Cloppenburgerinnen, bei denen die reaktivierte Beate Walbröhl aushalf. Auch TVC-Spielerin Andrea Buschmann stand mit dem Tag auf Kriegsfuß. Sie konnte nicht rechtzeitig erscheinen, da sie in ihrer Wohnung einen Wasserschaden zu beklagen hatte. Buschmann tauchte daher erst gegen Ende des ersten Satzes in der Halle auf.
Es war auch nicht der Tag des Hallen-Discjockeys. Er zog sich gleich mehrfach den Unmut vieler Zuschauer und Spielerinnen zu. Er hatte in den ersten beiden Sätzen während des laufenden Ballwechsels einige Male Musikpassagen eingestreut, weil er dachte, der Punkt sei schon ausgespielt worden. Kaum ertönte jedoch die Musik, unterbrach das Schiedsrichter-Duo folgerichtig den Ballwechsel und ließ diesen wiederholen. Besonders bitter für den TVC, da die Mannschaft in einigen Fällen kurz davor war, sich den Punkt zu krallen.
Das Spiel des TV Cloppenburg war nicht entschlossen und clever genug, um eine erfahrene Gästemannschaft, die bis dahin alle drei Auswärtsspiele gewonnen hatte, auf die Verliererstraße zu schicken.
Der erste Satz ging mit 25:18 an die Gäste. Schon hier zeichnete sich ab, dass die Cloppenburgerinnen Probleme hatten, wenn die SG-Akteurinnen Sarah Man, Ruth Flemig (beide Außenangriff) und Sandy Dutschke (Mittelblock) ihre Angriffe abschlossen. „Wir haben gegen diese Spielerinnen kein gutes Abwehrverhalten gezeigt. Das war zu wenig“, sagte Tsironis.
Im zweiten Satz waren die Cloppenburgerinnen dennoch drauf und dran, nach Sätzen auszugleichen, zumal die SG, wie schon im ersten Satz zu beobachten war, oft ihre Angaben versemmelten. Nach 18 Minuten hieß es 18:16 für den TVC, danach 22:21. Doch es reichte nicht, der Zweitliga-Absteiger bog die Partie noch um (22:25).
Der dritte Satz ließ indes keinen Zweifel mehr am Sieger dieser Partie aufkommen. Erneut konnten Man, Flemig und Dutschke ihre Angriffe auf das gegnerischen Parkett setzen. Beim TVC fehlte auch die letzte Konzentration, um eine Wende herbeizuführen. „Der Gegner hat eine sehr gute Qualität. Gerade in der Annahme und im Angriff waren sie stark“, sagte Tsironis, der hofft, dass sein junges Team aus dieser Niederlage lernen werde.
Sein Trainerkollege Axel Scheidtweiler freute sich sehr, dass sein Team nach den letzten zwei Heimniederlagen gegen ASV Senden (2:3) und SV Bad Laer (0:3) wieder in die Erfolgsspur gefunden hatte. Er sah in der Isländerin Hugrún Óskarsdóttir seine stärkste Spielerin. „Sie hat gut gespielt und eine starke Präsenz gezeigt“, meinte Scheidtweiler.
TVC: Andrea Buschmann, Lisa Lammers, Christine Thole, Alexandra Raker, Karoline Meyer, Irene Wessel, Sina Albers, Vanessa Hansmann, Marita Lüske, Beate Walbröhl, Franziska Kühling.
Spieldauer: 72 Minuten (25/27/20).
Schiedsrichter: Holger Zimmermann (Melle) und Kathrin Heier (Osnabrück).
