Oldenburg - Eigentlich spielte den BTB Royals alles in die Karten. Ihnen boten sich zwar nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt in der 2. Basketball-Regionalliga, doch der Stadtkonkurrent OTB II erfüllte sein Soll und gewann sein Auswärtsspiel beim Osnabrücker TB mit 78:74. Nun hätte es einen Sieg der Royals vor heimischen Publikum gegen den TuS Bramsche benötigt, dann wären die Bürgerfelder noch an Osnabrück vorbeigezogen.

Den Zuschauern auf der Tribüne durfte allerdings schnell klar geworden sein: Die Chancen bleiben wohl theoretischer Natur. Am Ende stand eine 108:68-Machtdemonstration des TuS Bramsche, der zu keiner Zeit Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen ließ. „Sie waren einfach viel zu stark“, stellte BTB-Trainer Thomas Glasauer nach dem feststehenden Abstieg in die Oberliga klar. Sein Kapitän Mario Tummescheit machte ebenfalls keinen Hehl aus den Nachteilen seines Teams: „Selbst wenn wir gut gespielt hätten, hätte Bramsche gewonnen. Sie sind einfach besser gewesen.“

Die Bürgerfelder standen sich in ihrem Unterfangen oftmals selbst im Weg. Aus zahlreichen Ballverlusten generierte Bramsche Punkte im Schnellangriff. Schnelles und gewieftes Passspiel des Vizemeisters stellte die Zonenverteidigung des BTB vor unlösbare Probleme. Es zeigte sich, dass dem Glasauer-Team in dieser Saison einfach die Mittel fehlten, um den Spitzenteams ernsthaft gefährlich zu werden.

„Auf dem Level sind wir einfach nicht“, befand der BTB-Trainer, der nicht nur einige Abgänge vor der Saison kompensieren musste. Zahlreiche verletzungsbedingte Ausfälle von Leistungsträgern erschwerten ihm immer wieder das Leben. „Mit fünf, sechs Spielern kann man in dieser Liga auch nicht gewinnen“, sagte Spielführer Tummescheit. Geschockt sind die Bürgerfelder ob des Abstiegs jedoch nicht. „Ab Weihnachten musste man damit rechnen. Aufgrund der Personalsituation ist der Abstieg leider auch leistungsgerecht“, sagte Glasauer ehrlich.

In der kommenden Saison werden die Royals dann in der Oberliga auflaufen. Dort kommt es unter anderem zum Stadtderby mit dem SV Ofenerdiek.