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Frauenfußball Duisburg darf nicht auf Dankbarkeit des BVC hoffen

CLOPPENBURG - Es gibt ja so Gegner im Fußball, die sind einem einfach sympathisch: Weil sie tollen Sport zeigen, hier und da ein nettes Wort für einen übrig haben, immer fair sind – oder weil sie einem schon mal richtig geholfen haben. Die Zweitliga-Fußballerinnen des FCR Duisburg II haben es im März dieses Jahres geschafft, zu einer der Lieblingsmannschaften von Tanja Schulte, Trainerin des BV Cloppenburg, aufzusteigen. Die abstiegsbedrohte Ruhrpott-Elf stahl völlig überraschend hintereinander den beiden größten Cloppenburger Konkurrenten Herforder SV (2:0) und FSV Gütersloh (1:1) wichtige Punkte – um anschließend gegen wesentlich schwächere Gegner klar zu verlieren. So darf der BVC immer noch vom Aufstieg träumen, während die Duisburgerinnen als Tabellendrittletzter tief im Abstiegskampf stecken. „Leider können wir unsere Dankbarkeit am Sonntag nicht zeigen“, sagt Schulte vor dem Duell, das um 14 Uhr in Duisburg angepfiffen werden soll.

Dass die Duisburgerinnen ein Top-Team wie Herford schlagen, aber gegen abstiegsgefährdete Mannschaften wie Magdeburg und Oldesloe klar verlieren, ist laut Schulte leicht zu erklären: „Viel hängt bei den Duisburgerinnen davon ab, ob sie Verstärkung aus der ersten Mannschaft bekommen.“ Die Niederländerinnen Petra Hogewoning (Abwehr) und Jackie Noelle Groenen (Mittelfeld) haben dem zweiten Team schon mehrfach geholfen.

Allerdings kann das Schulte nicht schrecken. Schließlich ist Groenen nach einer Verletzungspause gerade erst wieder ins Training eingestiegen – und die erste Mannschaft am Sonntag selbst gefordert. „Sollten da nicht gleich vier, fünf Spielerinnen aus der Ersten aushelfen, können wir damit leben. Und das ist nicht zu erwarten, da Duisburgs Bundesliga-Team keinen großen Kader hat“, sagt die BVC-Trainerin, der alle Spielerinnen zur Verfügung stehen.

Defensiver Gegner

Die hätten zwar am Sonntag beim 1:0-Erfolg gegen Spitzenreiter Turbine Potsdam II eine bravouröse Vorstellung gezeigt, müssten sich nun aber auf ein ganz anderes Spiel einstellen. „Potsdam hat mitgespielt, Duisburg wird sich einigeln“, vermutet die 37-Jährige. Deshalb denke sie auch darüber nach, die erste Elf trotz deren starker Leistung gegen die Brandenburgerinnen zu ändern. „In Duisburg wird es wohl auf die Außenbahnen ankommen. Es könnte sein, dass Verena Aschauer wegen ihrer Schnelligkeit in die Startformation rückt.“

Hoffen auf Meppen

Das Hochgefühl, das sich nach dem Sieg gegen den Tabellenführer eingestellt hatte, habe sich am Sonntag sowieso schnell wieder verflüchtigt. Da Gütersloh das zweite Spitzenspiel gegen Herford gewonnen hatte, liegt der FSV vor dessen Partie an diesem Sonntag in Meppen immer noch mit drei Punkten Vorsprung und dem besseren Torverhältnis auf dem Aufstiegsplatz.

„Wir dürfen aber auch nicht zu sehr auf Gütersloh schauen“, sagt Schulte, die den BVC gerne auch in der nächsten Saison trainieren würde. „In erster Linie muss es uns um ein Ziel gehen: Wir wollen in den letzten vier Saisonspielen zwölf Punkte holen.“ Das erste Team, das den Cloppenburgerinnen einen Strich durch die Rechnung machen könnte, ist die zweite Duisburger Mannschaft. Sollte ihr das gelingen, wäre sie mit Sicherheit nicht mehr eines von Schultes Lieblings-Teams. . .

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)
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