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Fußball Brüche kosten wichtige Punkte

CLOPPENBURG - Dämpfer gab es in den letzten Jahren kaum für die Fußballerinnen des Zweitligisten BV Cloppenburg. Mehrere Niederlagen in Folge erst recht nicht. Auch die Vorbereitung lief gut: Der BVC entledigte sich der Aufgabe im Pokal beim ATSV Scharmbeckstotel (3:1) mit Bravour. Aber den Liga-Auftakt setzte die junge Mannschaft des Trainerduos Matthias Rieck-Göken/Ludwig Ferneding mit drei Pleiten in Folge in den Sand.

Die Heimniederlage der Cloppenburgerinnen am Freitag gegen den SV Werder Bremen (0:3, die

NWZ

  berichtete) macht das ganze Dilemma des Aufsteigers deutlich: Der BVC war zwar gut ins Spiel gekommen und hatte den Gästen mit viel Aggressivität den Schneid abgekauft, aber dann gab es einen Bruch im Spiel.

Faden verloren

„Wir haben den Faden verloren. Wir wurden unkonzentriert und waren nicht mehr bissig genug”, sagte Rieck-Göken. Dazu kamen noch individuelle Fehler. Einen davon leistete sich Torhüterin Dominika Wylezek, als sie in der 27. Minute eine harmlose Flanke nicht festhalten konnte. Bremens Maren Wallenhorst ließ sich nicht zweimal bitten und drückte den Ball über die Linie. „Da wäre Dominika am liebsten im Erdboden versunken”, sagte Rieck-Göken.

Doch die polnische Nationalspielerin zeigte sich nervenstark. Im weiteren Verlauf der Partie agierte sie sicher und abgeklärt. Aus den Duellen mit Jessica Golebiewski (75.) und Fiona Rolfs (81.) ging sie als Siegerin hervor.

Außerdem hielt sie noch einen Handelfmeter von Nahrin Uyar (60.). „Dominika hat uns lange im Spiel gehalten. An ihr lag es nicht, dass wir verloren haben“, sagte Rieck-Göken.

Zudem strahlten die Cloppenburgerinnen kaum Torgefahr aus, selbst als sie Mitte der zweiten Halbzeit mit drei Stürmerinnen spielten. „Meine Offensiv-Spielerinnen rackern ohne Ende, Aber sie sind noch nicht zwingend genug”, sagte Cloppenburgs Trainer.

Er erinnerte an die 73. Minute, in der die eingewechselte Andrea Mählmann die Riesenchance zum Ausgleich vergeben hatte. „Solche Dinger müssen sitzen. Aber im Moment werden wir einfach nicht belohnt”, sagte Rieck-Göken.

Werder feiert

Derweil freuten sich die Gäste wie die Schneeköniginnen über den Auswärtssieg. Sie ließen sich von ihren Anhängern feiern. Anschließend kamen sie ins Schwitzen, weil viele Kinder sie um Autogramme baten. Abseits des ganzen Trubels stand Werder-Trainer Holger Stemmann. Die Mütze tief ins Gesicht gezogen, die Hände in den Taschen der Trainingshose vergraben, beobachtete er die Freudentänze seiner Schützlinge.

„Das war ein hartes Stück Arbeit, weil die Cloppenburgerinnen nie aufgegeben haben”, sagte er. Sein Team habe aber stets dagegenhalten. Deshalb sei der Sieg verdient gewesen, sagte Stemmann. Nur als er gehört habe, dass die Begegnung mit Verspätung angepfiffen werden müsse, weil die Schiedsrichterin im Stau stand, habe er ein mulmiges Gefühl gehabt. „Es ist gar nicht so einfach, die Spannung so lange hochzuhalten”, sagte er. Er sprach aus Erfahrung. Schließlich war schon das Spiel der Bremerinnen in der Vorwoche verspätet angepfiffen worden. „Da haben wir also Übung drin”, sagte Stemmann und lachte.

Fußballerinnen treten am kommenden Sonntag, 5. September, 14 Uhr, bei der Reserve des Hamburger SV an.

am Mittwoch, 8. September, steigt das DFB-Pokalspiel gegen den Ligarivalen Victoria Gersten. Anpfiff vor eigener Kulisse ist erst um 20 Uhr.

Stephan Tönnies
Stephan Tönnies Redaktion Münsterland (Lokalsport)
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