CLOPPENBURG - Im Hinspiel leitete ein fragwürdiger Elfmeter die 0:2-Niederlage des BVC ein. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge hat Oberneuland sich aus dem Titelrennen verabschiedet.
VON BODO TAROW
CLOPPENBURG - Die Oberliga-Fußballer des BV Cloppenburg haben heute Abend (19.30 Uhr) erneut die Gelegenheit, Spitzenreiter VfL Wolfsburg II ein wenig unter Druck zu setzen. Voraussetzung ist natürlich ein Erfolg im Heimspiel gegen den Aufsteiger FC Oberneuland.Die Chancen, auch das dritte Flutlichtspiel in Serie zu gewinnen, scheinen gut zu stehen. Denn der glückliche 3:1-Erfolg in Meppen vergrößerte das BVC-Selbstbewusstsein erheblich. Dagegen mussten die Gäste aus Bremen zuletzt Wunden lecken. Dem desolaten 0:4 bei Osnabrücks Reserve folgten Heimpleiten gegen Bergedorf (0:3) und Hannover 96 II (1:2). Dennoch genießt der Gegner bei BVC-Trainer Jörg Goslar hohes Ansehen. „Oberneuland hat zuletzt viele Rote Karten kassiert. Gegen uns ist das Team aber fast wieder komplett. An einem guten Tag kann Oberneuland jeden schlagen“, warnt er seine Schützlinge. Das musste der BVC bei der 0:2-Pleite im Hinspiel erfahren. Damals hatte Cloppenburg Pech: Das erste Gegentor entsprang einem eher fragwürdigen Elfmeter.
In der Abwehr dürfte der BVC mit den Spielern beginnen, die in Meppen aufhörten. Denn Abwehrchef Jörg-Uwe Klütz ist nach Problemen an der Patellasehne noch nicht fit und wird wie auch Alexander Burgardt auf der Bank Platz nehmen. Auch wenn Baya Baya mit den Hufen scharrt, dürften erneut Abräumer Maarten Schops, Maik Kruse, Marek Klimczok und Chevela im Mittelfeld stehen. Bleibt die Frage, wer neben Torjäger Alket Zeqo stürmt. Weil Matthias Balke sich in Meppen nicht empfehlen konnte, dürfte die Stunde für Edeljoker Cüneyt Özkan gekommen sein. Der Türke ist topmotiviert, spielt bei Oberneuland doch sein Kumpel Mahmut Aktas. Noch am Sonntag lief Özkan im Dress der Cloppenburger Reserve auf. Beim 5:2-Erfolg gegen Schapen schoss er das 3:0 per Foulelfmeter.
Wie dem auch sei: Sollten die Clopppenburger ihre Hausaufgaben machen und sich revanchieren, heißt es Daumendrücken für Wolfsburgs Gegner. Die Wölfe reisen am Wochenende nach Bergedorf. Und dort sind schon viele Favoriten gnadenlos ausgekontert worden.
