CLOPPENBURG - Die Achterbahnfahrt in Richtung dreigleisiger Regionalliga brachte für die Oberliga-Fußballer des BV Cloppenburg mit dem 1:0-Derbydreier beim VfB Oldenburg einen erfolgreichen Looping. Um am Sonntag (Anstoß: 15 Uhr) beim Tabellenfünfzehnten VSK Osterholz-Scharmbeck nicht gleich wieder aus der Kurve zu fliegen, mahnt BVC-Trainer Jörg-Uwe Klütz zu „100-prozentiger Konzentration“. „Es gibt noch nichts zu feiern. Ich will, dass die Jungs wie in Oldenburg kämpfen und drei Punkte nachlegen“, hofft der 39-Jährige vor dem dann folgenden letzten Saisonheimspiel gegen Oberneuland auf den ersten Matchball.
Personell wird er die linke Bahn wegen Sergej Dikhtjars Verletzung umbesetzen müssen. „Das obere Wadenbein ist wohl gebrochen. Die Saison ist für mich gelaufen“, verkündete der in Oldenburg von Marcel Salomo umgesenste Dikhtjar das Ergebnis einer Kerspintomographie. „Renke Pflug oder Jan-Philipp Rose“ sind laut Klütz die Alternativen. Derweil darf sich Olaf Bock vorne neben Alket Zeqo auf einen Einsatz in der Startelf freuen. „Olaf hat mir in Oldenburg richtig gut gefallen. Er ist ein Typ, der in die Räume geht“, erklärt Klütz.
Zudem dürfte Stürmer Til Bettenstaedt nach seiner Roten Karte in Heeslingen auch am Sonntag noch gesperrt sein. Kurios allerdings: Erst durch die Anfrage der NWZ wurde Sportgerichtsboss Winfried Hanschke (Burgdorf) von Bettenstaedts Platzverweis in Kenntnis gesetzt. „Davon höre ich zum ersten Mal. Ich werde mich mal schlau machen.“ Auch Staffelleiter Hans-Rainer Hansen (Wanderup), der auf Hanschkes Zuständigkeit verwies, sagte der Fall „nichts“. Derweil wartet Cloppenburgs Sportlicher Leiter Alfons Weusthof auf Planungssicherheit. „Wir müssen erst über den Zielstrich. So lange müssen alle Beteiligten auf die Schiene Zeit setzen.“ Weusthof bestätigte, dass zahlreiche Bewerbungen von Spielern und Trainern eingegangen sind.
Nach NWZ -Informationen strebt auch der frühere bosnische Nationaltrainer Vlatko Glavas ein Engagement an der Friesoyther Straße an. Der 45-jährige frühere Bundesligaprofi besitzt die Uefa-Lizenz und möchte trotz Angeboten aus der ersten bosnischen Liga und dem arabischen Raum in Deutschland arbeiten. Gerüchte, wonach der vor zwei Wochen in Siegen beurlaubte frühere Emder Coach Marc Fascher demnächst auf der BVC-Bank sitzen wird, bestätigten sich nicht. „Davon höre ich zum ersten Mal“, sagte Fascher.
