CLOPPENBURG - Die Bremer sind daheim seit 19 Spielen ungeschlagen. Beim 1:1 in Hannover beeindruckten sie Jörg Goslar schwer.
VON BODO TAROW
CLOPPENBURG - Das Topspiel der zehnten Runde in der Fußball-Oberliga Nord steigt heute Abend (19.30 Uhr) in Bremen. Der drittplatzierte BV Cloppenburg tritt dann zum Verfolgerduell beim bislang so überraschend stark auftrumpfenden und nur einen Zähler weniger aufweisenden Liga-Rückkehrer FC Oberneuland an.„Die stehen nicht ohne Grund da oben. Von allen Gegnern, die ich bislang gesehen habe, war das wirklich die stärkste Mannschaft. Sie spielt frech, kompromisslos und kompakt“, zeigt Cloppenburgs Trainer Jörg Goslar, der den Bremer Stadtteilclub beim 1:1 in Hannover intensiv studierte, großen Respekt. Besonders beeindruckend ist die Heimbilanz des Gegners, der bislang erst acht Gegentore kassierte und nach Wolfsburgs Reserve die zweitbeste Defensive der Liga stellt.
Nach dem Wiederaufstieg wurden Henstedt-Rhen, die Reserven aus Kiel und Osnabrück sowie Mitaufsteiger VfL 93 Hamburg ohne jeden Punkt vom Vinnenweg auf die Heimreise geschickt. Wie Goslar recherchierte, blieben die Oberneuländer daheim insgesamt bereits 19-mal in Serie ungeschlagen.
„Wir stehen vor einem echten Spitzenspiel. Es wird für uns besonders reizvoll sein, diese Serie zu knacken.“ Oberneuland verstärkte sich nach dem Aufstieg fast ausnahmslos mit regionalliga- und oberligaerfahrenen Akteuren und kann auf eine abgezockte Truppe zurückgreifen.
Mourad Bounoua kam aus Brinkum, Mahmut Aktas vom SV Meppen. Stürmer Ömer Aktas wurde aus der zweiten türkischen Liga von Mardinspor losgeeist. Bange machen gilt für die Cloppenburger aber nicht. Bis auf Baya Baya, dessen Muskelfaserriss noch immer nicht ausreichend ausgeheilt ist, meldet Goslar, nachdem auch die Sperre von Patrick Kossatz abgelaufen ist, „alle Mann an Bord“.
Derweil sind Änderungen gegenüber dem überzeugenden 3:0-Heimdreier gegen Meppen kaum zu erwarten. Um dem Offensivspiel die nötigen Impulse zu geben, wird der zuletzt starke Maik Kruse erneut hinter Torjäger Alket Zeqo agieren.
Derweil ist ein möglicher Wechsel von Stürmer Jens Paeslack (die NWZ berichtete) weiter in der Schwebe. „In Oberneuland werden wir mit unserem bisherigen Kader antreten“, schloss Goslar einen Blitztransfer aus. Dem Vernehmen nach will der monatelang verletzte Ex-Emder vor einer möglichen Vertragsunterschrift beim BVC noch einige Details mit der Berufsgenossenschaft klären. BVC-Club-Boss Professor Dr. Joachim Schrader würde Paeslacks Verpflichtung immerhin begrüßen. „Wenn die Konditionen stimmen, müssten wir ihn holen. Er ist genau der Spielertyp, den wir brauchen.“
