CLOPPENBURG - Keine Frage, die Erfolge in Osnabrück (1:0) und daheim gegen Hannover 96 II (3:0) haben beim Fußball-Oberligisten BV Cloppenburg ein wenig Euphorie entfacht. Ob die Mannen von Trainer Jörg-Uwe Klütz ihr Niveau konstant hochhalten können, wird sich an diesem Freitag zeigen. Um 19.30 Uhr tritt der Dritte im Wilhelmshavener Jadestadion an.

„Wir wollen den nächsten Schritt Richtung Qualifikation machen“, sagt Klütz. „Defensiv standen wir zuletzt richtig gut. Mal sehen, wie Wilhelmshaven damit klarkommt.“ In die gleiche Kerbe schlägt Bernd Gerdes, der noch am Mittwoch beim Hamburger SV vorspielte (siehe Interview auf dieser Seite). „Wir sind gut drauf und bringen drei Punkte mit.“

Das Hinspiel an der Friesoyther Straße endete torlos. Für Wilhelmshaven war es eine von 17 Partien ohne Niederlage in Folge. Beide Teams trennt nur ein Rang. Wilhelmshaven hat ein Spiel weniger absolviert und acht Zähler mehr auf dem Konto.

Will der BVC die Super-Serie beenden, muss er zur Hochform auflaufen. Klütz hat personell die Qual der Wahl. Einzig Jan-Philipp Roses Einsatz ist wegen einer Grippe gefährdet. Andre Breitenreiter dürfte sich – wie gegen 96 II – an der Seite von Maarten Schops intensive Duelle mit Wilhelmshavens Schaltzentrale Andreas Mayer, der nach einer Sperre wieder dabei ist, liefern. Derweil sieht SVW-Coach Predrag Uzelac keine Gefahr, dass seine Schützlinge die Saison locker ausklingen lassen. „Die Spieler ziehen hervorragend mit. Wir spielen zu Hause, wollen unser System durchziehen und gewinnen.“ Da Tabellenführer Holstein Kiel am Mittwoch in Nordhorn 1:2 verloren hat, ist für das Uzelac-Team die Meisterschaft zum Greifen nahe.

Personell kann der in Cloppenburg lebende Kroate aus dem Vollen schöpfen. Als Favoriten sieht er seine Elf nicht. „In solchen Spielen gibt es keine Favoriten.“ Uzelac hofft auf eine große Kulisse: „Die Hälfte wird wohl aus Cloppenburg kommen.“