CLOPPENBURG - Mit reichlich Druck geht Fußball-Regionalligist BV Cloppenburg am Sonnabend (14 Uhr) ins Heimspiel gegen den Tabellenzehnten FSV Mainz 05 II. Denn durch den Sieg der Bochumer Reserve im Nachholspiel gegen RW Essen wuchs der Rückstand auf die den rettenden 15. Rang behauptenden Westdeutschen auf immerhin schon fünf Punkte an – elf Runden vor Schluss eine schwere Hypothek.

„Wir müssen jetzt eine Erfolgsserie starten. Sonst kommen wir nicht mehr ran“, weiß BVC-Chefcoach Jörg-Uwe Klütz, was die Stunde geschlagen hat. Genauso sieht’s sein „Co“ Mario Neumann. „Da brauchst du nicht herumzureden. Gegen Mainz müssen drei Punkte her.“

Aber wie soll das gelingen? Im Jahr 2009 ist der BVC noch ohne Sieg. Niederlagen gegen Trier und Verl sowie zuletzt die Remisserie gegen Worms, Köln II und Münster stehen zu Buche. Klütz hofft, dass seine Mannen gegen die im Hinspiel mit 4:1 siegreichen, auswärts bislang aber nur selten überzeugenden Mainzer endlich die nötige „Siegermentalität“ an den Tag legen. Zudem fordert er – wie schon seit Wochen – ein hohes Maß an Konzentration ein. „Es kann nicht sein, dass uns individuelle Fehler immer wieder ins Hintertreffen bringen.“

Wie’s geht, machte die eigene Reserve Klütz, seinem Assistenten Neumann und einem Großteil der Spieler am Mittwoch beim 1:0 im Bezirksoberliga-Derby gegen den SV Emstek vor. „Nicht gut gespielt, aber gewonnen. Das können wir mitnehmen“, meinte Klütz.

Von seinen abgestellten Profis konnte am ehesten Sergej Dikhtjar überzeugen. Ansonsten befand Klütz „den kleinen Kaiser (Andre Kaiser; Anm. d. Red.) sehr gut“. „Der ist immer gut unterwegs und macht fast immer sein Tor. Vielleicht ziehen wir ihn demnächst mal hoch“, kitzelt Klütz am Ehrgeiz des wuseligen Stürmers.

Anschauungsunterricht erhalten die Cloppenburger zusätzlich per Video. „Ich zeige ihnen Mainz’ Spiel gegen Köln. Da kann sich jeder ein Bild davon machen, was uns erwartet.“ Zuletzt setzten sich die Rheinland-Pfälzer dank eines Elfmetertreffers mit 1:0 gegen Eintracht Trier durch. Dabei kamen gleich eine Handvoll Spieler des Zweitligakaders zum Einsatz.

Da Kapitän Maarten Schops (zehnte Gelbe Karte) gesperrt ist, wird Klütz Dennis Yilmaz auf die Sechserposition stellen. „Dennis hat seinen Job dort zuletzt gut gemacht.“ Weitere personelle Wechsel gibt es nicht.

In Sachen Planung für die neue Saison haben Klütz und Neumann den Verantwortlichen inzwischen eine Liste mit Namen von jungen Spielern übergeben, die „für beide Klassen gehalten werden sollen“. Klütz unterstreicht aber, dass „grundsätzlich für die vierte Liga geplant wird“. Ob er das weiterhin tun darf, wird sich am Sonnabend zeigen. . .