CLOPPENBURG - Sie sind Nachbarn – in doppelter Beziehung. Und das war so nun wirklich nicht zu erwarten. Dass die Bezirksligisten BV Cloppenburg II und SV Höltinghausen, deren Spielstätten keine zehn Kilometer auseinanderliegen, vor dem Derby am neunten Spieltag auch in der Tabelle nebeneinander stehen, hat viele Fans überrascht. Schließlich ist die Oberliga-Reserve aus der Kreisstadt schlechter und der Aufsteiger aus der Gemeinde Emstek besser als erwartet in die Saison gestartet. „Umziehen“ wollen allerdings beide Tabellennachbarn, sind sie doch als Zehnter (Cloppenburg) und Elfter (Höltinghausen) gefährlich nahe an der Abstiegszone dran. Die Chance dazu besteht an diesem Donnerstag um 19 Uhr, wenn die Teams in Cloppenburg aufeinandertreffen.

Der Termin ist für ein Fußballspiel eher ungewöhnlich – und SVH-Coach Leo Wieborg passt er schon mal gar nicht. „Wir wollten am Freitag spielen, schließlich könnte es gut sein, dass uns Donnerstag mehrere Spieler fehlen werden.“ So ist fraglich, ob es Cord Albers, Hannes Blömer und Thomas Schewe rechtzeitig zum Spiel schaffen.

Allerdings ist auch Til Bettenstaedt, Trainer der Cloppenburger Reserve, nicht wirklich glücklich mit dem neuen Termin. „Mir passt das auch nicht so gut. Aber das Spiel musste verlegt werden, weil unsere Erste das Heimrecht mit dem VfB Oldenburg getauscht hat und am Freitag zu Hause spielt.“

Dass der BVC-II-Coach vielleicht auch auf einen seiner besten Spieler verzichten muss, hat allerdings andere Gründe. Stürmer Adrian Ellermann hat zuletzt immer wieder getroffen. Und nun könnte der Torjäger wieder in den Kader der Ersten berufen werden. In dem Fall wird er wohl kaum am Tag zuvor gegen Höltinghausen spielen.

Aber nicht nur das macht Bettenstaedt Sorge. „Höltinghausen hat mit Christoph Cebulla einen richtig guten Stürmer, den ich noch aus dessen A-Jugend-Zeit kenne. Und die Holzenkamps darf man auch nicht vergessen.“

Allerdings macht ihm Mut, dass sein Team wieder mit einer besseren Einstellung als zu Saisonbeginn in die Spiele geht. Das sei auch der Grund dafür, dass es zuletzt zweimal in Folge gewonnen hat. Außerdem schalte das Team inzwischen schneller um, wenn es den Ball mal verliere. „Insgesamt arbeiten wir jetzt besser gegen den Ball.“

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)