Cloppenburg/Garrel - Die heimischen Oberliga-Handballerinnen haben jeweils an diesem Sonntag Auswärtsaufgaben zu bestehen. Die Schwere der Aufgaben für den TV Cloppenburg und den BV Garrel dürften dabei aber unterschiedlicher Natur sein.

Handball, Oberliga Nordsee, Frauen: HSG Hude/Falkenburg - TV Cloppenburg (Sonntag, 16.30 Uhr). „Wir sind krasser Außenseiter. Hude/Falkenburg hat sich nach einer durchwachsenen Saison wieder gefangen“, sagt Theo Niehaus, Trainer des TV Cloppenburg. Schließlich habe sein Kollegen Timo Stein ein verunsichertes Team um Spielmacherin Jessica Galle und Linkshänderin Mareike Zetzmann auf Erfolgskurs und zurück an die Tabellenspitze gebracht. Dabei nutzte die HSG die Vorteile zweier Heimspiele und will auch im dritten Heimauftritt gewinnen.

War der 36:18-Erfolg zuletzt über den Abstiegskandidaten Elsflether TB nach einer 17:3-Führung (26.) kein echter Maßstab, so zeigte sich Niehaus vom 29:28-Auftakterfolg der HSG über den TV Oyten II beeindruckt. „Die Mannschaft hat sehr eingespielt und flexibel in der Abwehr gewirkt. Daher wird die Aufgabe für uns sehr schwer“, sagte Niehaus und verweist auch auf seinen weiterhin durch Verletzungen geplagten Kader.

Da Anna Boch erst in einer Woche spielberechtigt ist, und Neuzugang und Rückraumspielerin Franziska Germann (zuletzt TV Dinklage) erst Mitte Oktober spielberechtigt sei, wird sich am Mini-Aufgebot zunächst kaum etwas ändern. Es sei denn, Maria Kalvelage könnte nach langer Verletzungspause erstmals wieder für kurze Phasen ins Geschehen eingreifen.

Dennoch bleibt Niehaus optimistisch, zumindest ein gutes Ergebnis erzielen zu können. Denn sein Team zeige großartige Moral und großen Trainingsfleiß. Lea Hillmer, die gegen Habenhausen zehn Treffer erzielte, dürfte sogar besonders ehrgeizig sein, trifft sie doch am Sonntag in der Sporthalle in Hude auf ihre Schwester Lisa-Marie als Gegnerin.

FC Schüttorf - BV Garrel (Sonntag, 17 Uhr). Beim BVG läuft zurzeit alles wunschgemäß, sieht man vom Backeverbot in der Sporthalle an der Jahnstraße in Schüttorf ab. „Wir sind vorbereitet, haben die Woche ohne Backe trainiert“, bleibt Trainerin Birgit Deeben gelassen. Sie blickt lieber zurück auf den souveränen 30:20-Auftakterfolg bei der keineswegs heimschwachen HSG Wilhelmshaven.

„Können wir ansatzweise die Vorstellung wiederholen, sollten wir in Schüttorf gewinnen. Wichtig wird es sein, nach der langen Anreise schnell unseren Rhythmus zu finden und einfache Tore zu erzielen. Dann stört auch das Backeverbot gar nicht“, sagt Deeben. Sie setzt auf aggressives Abwehrverhalten und möglichst viele Kontermöglichkeiten. Allerdings warnt sie davor, Schüttorf zu unterschätzen, das eine 22:23-Heimniederlage gegen Wilhelmshaven mit einem 25:24-Erfolg in Dinklage wettmachte. „Schüttorf kann auch gut kontern und hat im Rückraum eine starke Spielmacherin aus Ibbenbüren zurückholen können“, sagte Deeben, die am vergangenen Donnerstag Geburtstag hatte und sich über ein Geschenk in Form des zweites Auswärtssieges der Saison sehr freuen würde. Bis auf Lisa Noack, die eine B-Jugend-Lehrgang des HVN bestreitet, ist Garrel komplett.