CLOPPENBURG/GRONINGEN - Nach dem starken 3:0 am Sonnabend über die Reserve von Hannover 96 hatten sie sich für den freien Sonntag ein besonderes Bonbon zurechtgelegt: Alket Zeqo und Maarten Schops vom Fußball-Oberligisten BV Cloppenburg düsten ins niederländische Groningen, um Rekordmeister Ajax Amsterdam am vorletzten Spieltag der Ehrendivision um die letzte Titelchance kämpfen zu sehen. Daraus wurde nichts: „Alles war bestens. Tolles Stadion, 26 000 Zuschauer, tolle Stimmung. Aber als die Mannschaften einliefen, legten Groninger Fans in ihrem Block Feuer. Das Papier und die Sitzschalen aus Plastik brannten. Menschen sprangen über die Zäune aufs Spielfeld. Einfach nur schrecklich“, sagte Zeqo.

„Nach gut einer halben Stunde hatte die Feuerwehr den Brand im Griff. Mehrere Hubschrauber flogen Verletzte aus. Das ganze Stadion war verqualmt“, erzählt Zeqo.

45 Minuten später zerschlugen sich letzte Hoffnungen, dass das Spiel doch noch angepfiffen werden könnte. „Der Mannschaftsarzt von Ajax hat erklärt, dass der Qualm bis in die Kabine gezogen ist und die Spieler über Beschwerden klagen würden“, erfuhren Zeqo und Schops den Grund für die Absage aus erster Hand.

Tags zuvor hatte Zeqo ebenfalls Erfahrungen mit äußeren Spieleinflüssen gemacht. Wie berichtet, hatte in der Partie gegen Hannover 96 II nach Cloppenburgs 3:0 ein Flitzer das Feld gestürmt und den Weg mit Zeqo gekreuzt. „Ich habe ihn gefragt: Wo willst du hin? Der hat aber nur etwas gelallt und ich habe ihn vom Platz geführt“, sagte der Albaner, der sich ab heute mit seinen Teamkollegen intensiv auf das Derby am Freitag in Wilhelmshaven vorbereitet. „Ich habe ein gutes Gefühl im Bauch.“

Der Vaterfreuden entgegenblickende Stürmer lobt zudem die Umstellung beim BV Cloppenburg auf ein System mit zwei Spitzen. „Da hast du vorne einfach mehr Anspielstationen, und vor dem Tor ist mehr los, wenn die Flanken kommen. Das klappt bei uns derzeit richtig gut“, freut sich Zeqo.