Cloppenburg/Groß Pankow - Max Streller ist neben Carl Wynant der jüngste „Stahlschuhartist“ im Motorsportclub Cloppenburg. Er ist der vierte Speedway-Fahrer, den der MSC Cloppenburg seinen Anhängern vorstellt. Streller ist zwölf Jahre alt und in Meißen geboren.
Leidenschaft
Die Leidenschaft für fahrbare Untersätze entflammte bei ihm bereits früh. „Mit vier Jahren hatte ich mein erstes Pocketbike“, erzählt Streller. Damit düste er dann durch den heimischen Garten. Als das Pocketbike eines Tages zu klein für ihn wurde, sattelte er um. „Auf der Suche nach einer passenden Gelegenheit, Motorrad zu fahren, sind wir beim MC Meißen gelandet. So begann ich im Jahr 2015 mit meinen ersten Trainingseinheiten beim Speedway“, berichtet Streller in der MSC-Mitteilung. Streller ist zwar noch jung an Jahren, aber auf seiner Visitenkarte steht bereits der Deutsche Meister-Titel in der 50-ccm-Klasse aus dem Jahr 2017.
Trotz der Corona-Pandemie konnte sich Streller in der vergangenen Saison weiterentwickeln. Er absolvierte auf der 85-er Testrunden, entschied sich aber dann doch für einen Wechsel in die 250-er-Klasse. „So haben wir das Beste aus dieser anstrengenden Situation gemacht“, sagt Streller, Außerdem könne er jeder Zeit zu Hause Trial fahren und sich damit fit halten, fügt er hinzu. Seit dieser Serie fährt er in der 250-er-Klasse. Zum Umstieg sagt er, dass im Leben nichts einfach sei. „So verlangt auch dieser neue Abschnitt meine volle Konzentration und eine gute Grundfitness“, erzählt Streller.
Groß-Pankow
Obwohl er in Groß Pankow, einer Gemeinde in Brandenburg wohnt, ist er Clubfahrer beim MSC. Zum MSC kam er durch die Freundschaft mit der Familie Hegener. Die Bahn in Cloppenburg mochte er auf Anhieb, verrät er. Auf seiner Heimbahn soll in diesem Jahr die 250-er-Junioren-Weltmeisterschaft (23./24. Juli) über die Bühne gehen. Zum Thema „WM-Start“ hat er diese Meinung: „Ich stehe noch ganz am Anfang in dieser Klasse. So gern ich auch in Cloppenburg fahre, ist es wohl für eine WM noch zu früh. Sollte sich dennoch unerwartet die Möglichkeit bieten, würde ich natürlich alles geben um ein gutes Ergebnis zu erzielen.“
Diedenbergen
Für die Saison 2021 will er jede Möglichkeit wahrnehmen, um Erfahrung zu sammeln. Egal ob im Training oder bei Rennen. Bisher konnte er Ende März in Diedenbergen zwei Tage auf dem Motorrad trainieren. In seinem Maschinenpark befinden sich zwei 250-ccm-Motorräder und ein Trial-Motorrad. Im Interview mit Thore Weiner vom MSC Cloppenburg wird Streller auch gefragt, was für ihn die Faszination Bahnsport ausmacht. Daraufhin antwortet Streller: „Eindeutig die Geschwindigkeit beim Fahren.“
